Medikamenten-Ausgaben: Hauptverband bestätigt Pharmig

Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger (www.sozvers.at) - (Wien/OTS) Seit heute ist es - nachlesbar auf der Homepage des sozusagen offiziell: Der Hauptverband bestätigt
mit der Veröffentlichung seiner Gebarung 2000 die Mitte Februar veröffentlichte Prognose der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, nach der die Ausgaben für Arzneimittel im Jahr 2000 wieder nur 13,6 Prozent (1999: 13,4 Prozent) der Gesamtausgaben der Sozialversicherung ausmachen. 86,4 Prozent der Ausgaben entfallen auf andere Segmente des Gesundheitswesens wie Arzthonorare, Spitalsaufwand, etc.

Zwt.: SV-Tabelle mit "Schönheitsfehler"

In der auf der Website einsehbaren Tabelle sind allerdings (= "Schönheitsfehler", da die Sachverhalte daraus nicht klar hervor gehen) nur die Bruttoausgaben für Heilmittel dargestellt. - Nach der Netto-Berechnung der Pharmig, die ein viel klareres und daher verständlicheres Bild der Sachlage abgibt, stellt sich der Ausgabenposten für Heilmittel wie folgt dar:

Bruttoausgaben 2000: 27,2 Mrd. ATS (= 19,6 %) abzüglich MWST minus 4,5 Mrd. ATS
ergibt 22.7 Mrd. ATS (= 16,4 %)
abzüglich Rezeptgebühr*) minus 3,8 Mrd. ATS
ergibt NETTO 18,9 Mrd. ATS (= 13,6 %). (*) = dzt. ATS 56,- pro Packung, die an die Krankenkassen zurückfließen)

Der Leistungszuwachs bei Arzneimitteln bei der Sozialversicherung ist für 2000 u.a. aufgrund des "Sparpakets" 2000 mit 6,4 Prozent deutlich niedriger als 1999. Auch die Arzneimittelpreise sind von 1999 auf 2000 neuerlich um 0,6 Prozent gefallen. Ein Drittel der "kassenfrei verschreibbaren" Arzneimittel (also jenen, die im Heilmittelverzeichnis der Sozialversicherung aufgelistet sind), kosten beim Kauf in einer Apotheke weniger als die Rezeptgebühr in Höhe von derzeit ATS 56,- pro Packung. Im Regelfall bezahlt diese der Patient selbst, die Kassen werden so entlastet.

Zwt.: Pharmig: Versorgungsqualität und medizinischen Fortschritt nicht aufs Spiel setzen!

Die Pharmig bekräftigt daher ihre Feststellung, dass ein weiteres "Sparen" bei Medikamenten mittelfristig nur Nachteile für PatientInnen bringen kann. Es gehe jetzt darum, in den Krankenkassen jenen finanziellen Spielraum zu schaffen, der die Bereitstellung innovativer Medikamente in Österreich sicher stellen muss. Der Fortschritt dürfe nicht an den Grenzen Österreichs halt machen, so die Pharmig. - Auch in einem reglementierten Bereich wie dem Gesundheitswesen muss nach Auffassung der Pharmig die aus rein privaten Mitteln finanzierte Forschung und damit die Wirtschaftskraft der Pharmaunternehmen erhalten bleiben, will man nicht Versorgungsengpässe, Arbeitsplatz- und Wertschöpfungsverluste riskieren.
**/rm

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