Maier: Schüssels Fleischpickerl ist falsche Antwort auf Fleischkrise

Jedes Lebensmittel muss sicher sein

Wien (SK) Mit einigem Befremden reagiert SPÖ-Konsumentensprecher Johann Maier auf den jüngsten Beitrag Bundeskanzler Schüssels zur aktuellen Fleischkrise. Schüssel hat sich beim Europa-Forum in Lech für ein "europaweites Pickerl für sicheres Fleisch" ausgesprochen. Grundsätzlich müsse man laut geltender Rechtsordnung davon ausgehen können, dass alle Lebensmittel, die am Markt sind, weder verdorben, noch verfälscht noch gesundheitsschädigend - also sicher - sind, so Maier am Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Ein Pickerl für sicheres Fleisch, das wäre in etwa so, als schüfe man ein Pickerl für sichere Lkw: Lastwägen mit und ohne Bremsen", so Maier. Schüssel habe das tatsächliche Problem offensichtlich noch immer nicht erkannt, so der SPÖ-Konsumentensprecher. ****

Das einzige, was tatsächlich mehr Sicherheit für den Konsumenten bringen könnte, wären effektive Kontrollen in Österreich und in allen anderen Mitgliedsländern.

Die SPÖ unterstütze deshalb auch die Position von EU-Gesundheitskommissar David Byrne, dass bei Verstößen gegen EU-Kontrollnormen gegen Mitgliedsstaaten Exportverbote ausgesprochen werden. Denn nationale Kontrolldefizite würden den Fleischmarkt ruinieren. Außerdem müssten bei "offenen Grenzen auch offene Kontrollen möglich sein".

Maier bekräftigte außerdem neuerlich die Forderung nach einer Erweiterung der Befugnisse der künftigen Europäischen Lebensmittelbehörde. Diese solle nach Ansicht des Konsumentenschutzsprechers selbstständige Kontrollen in den EU-Mitgliedsländern vornehmen können. (Schluss) ml/mh

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