Schlögl: Rücknahme der Ambulanzgebühren lieber heute als morgen

Zu den Belastungen für die Patienten kommen die Erschwernisse für die Ärzte und für das Krankenhauspersonal

St. Pölten, (SPI) - "Wenn in den letzten Tagen die politische Diskussion über die Rücknahme der Ambulanzgebühren wieder aufgeflammt ist, dann ist dies sehr zu begrüßen. Die Sozialdemokraten fordern seit dem Tage der Einführung von Ambulanzgebühren durch die blauschwarze Bundesregierung deren Rücknahme, da sie eine unsoziale und ungerechte Belastung für die Bevölkerung darstellen. Auch die Empörung der Ärzteschaft und des Krankenhauspersonals ist verständlich, da diese von der Bundesregierung zu ‚Gebühreneintreibern‘ bundespolitischer Belastungsmaßnahmen degradiert werden", so Niederösterreichs Gesundheitsreferent LHStv. Mag. Karl Schlögl zur wieder aufgeflammten Diskussion rund um die Einführung von Ambulanzgebühren.****

"Kein ernstzunehmender Politiker kann behaupten, dass die Einhebung von Ambulanzgebühren sozial verträglich zu bewerkstelligen ist. Die Gebühren belasten kleinere und mittlere Einkommensbezieher, kinderreiche Familien und ältere Menschen weitaus stärker als obere Einkommensschichten. Bei rund 17,5 Millionen Ambulanzbesuchen österreichweit pro Jahr können weder eine soziale Treffsicherheit, noch diverse Ausnahmeregelungen nachvollziehbar und objektiv garantiert werden. Die Sozialdemokraten haben die Einführung von Ambulanzgebühren immer strikt abgelehnt. Wenn sich heute Politiker aus anderen Parteien dieser Meinung anschließen, dann ist dies ein erster positiver Schritt, mit dem diese gesundheits- und sozialpolitische Fehlleistung wieder bereinigt werden könnte", so der NÖ Gesundheitspolitiker. Schlögl: "Ambulanzgebühren sind nämlich ein erster Schritt in Richtung ‚Zwei-Klassen-Medizin‘".

Politischen Willensäußerungen zur Einführung anders gelagerter Selbstbehalte im Bereich der Gesundheitsversorgung, wie dies beispielsweise vier ÖVP-Landespolitiker in einem Schreiben an Minister Herbert Haupt angeregt haben, sieht der NÖ Gesundheitsreferent mit "großer Skepsis". Schlögl: "Generelle Selbstbehalte belasten immer die Mehrheit der Bevölkerung mit kleineren oder mittleren Einkommen, Familien mit Kindern und ältere Menschen. Der Zugang zu einer hochqualitativen und umfassenden Gesundheitsversorgung darf sich niemals an der finanziellen Leistungsfähigkeit des Patienten orientieren. Dies wäre ein gesellschaftspolitischer Rückschritt mit unabsehbaren negativen Folgen für künftige Generationen, die, so meine ich, kein verantwortungsbewußter Politiker wirklich verantworten kann." (Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/9005 DW 12794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN