Weniger Frauen, mehr sexuelle Belästigung im Öffentlichen Dienst

Vertraulicher Bundes-Gleichbehandlungsbericht in FORMAT

Wien (OTS) - Der neueste Bericht zum "Stand der Verwirklichung der Gleichbehandlung und Frauenförderung im Bundesdienst", stellt der ehemaligen SPÖ-ÖVP-Koalition kein gutes Zeugnis aus. Die noch unveröffentlichte Bilanz der Bundesgleichbehandlungskommission, über die das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner neuesten Ausgabe berichtet, listet auf insgesamt 554 Seiten die Versäumnisse bei der Frauenförderung im Staatsdienst auf.

Das Ergebnis: Trotz der Verpflichtung, Frauen bei gleicher Qualifikation zu bevorzugen, ist der Anteil der Frauen im Bundesdienst zwischen 1997 und 1999 von 41,18 auf 40,85 Prozent zurückgegangen - quer durch alle Ressorts. Der Grund: Die Einsparung von Planposten und die Streichung ganzer Abteilungen aufgrund der vergangenen Sparbudgets. Die Maßnahmen trafen auch im Bundesdienst in erster Linie Frauen.

Die im Bericht dokumentierten Beschwerdefälle bei der Gleichbehandlungskomission zeigen, daß sich auch in Sachen Karriereförderung für Frauen wenig verändert hat: Die Kommission behandelte 28 Fälle von Diskriminierung - in fast allen Fällen beschwerten sich Frauen, weil ein Mann beim beruflichen Aufstieg bevorzugt worden war: In 11 Fällen hat das die Kommission bestätigt, bei 8 Beschwerden konnte Diskriminierung nicht ausgeschlossen werden. In 2 Fällen bestätigte die Kommission sexuelle Belästigung von Frauen. Auch ein Mann hat sich im Vorjahr beschwert. Die Kommission ließ ihn abblitzen.

Aber auch die neue Regierung kommt in der Prognose der Gleichbehandlungskommission nicht gut weg: Der in den letzten drei Jahren minimal gestiegene Frauenanteil in den höheren Positionen des Öffentlichen Dienstes werde wieder sinken, heißt es im Bericht. Der Grund auch hier: der durch das Sparpaket forcierte Stellenabbau.

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