"profil": Rottmeyer: "Draxler kein Fixstarter"

Neuer ÖBB-Aufsichtsratschef will Machtkampf im Vorstand beenden - Semmeringtunnel soll nochmals geprüft werden

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgaben des Nachrichtenmagazis "profil" erklärt der neue ÖBB-Aufsichtsratsschef Franz Rottmeyer, dass ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler, dessen Vertrag Ende Juli ausläuft, im neu zu bestellenden Vorstandsteam der Österreichischen Bundesbahnen nicht automatisch gesetzt sei. Rottmeyer: "Draxler ist sicher kein Fixstarter."

Für die Bewerber um die Vorstandsposten bei den ÖBB wird nach dem Vorbild bei der Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder vorgegangen. "Wir werden ein Anforderungsprofil erstellen. Dann werden wir sehen, wer von den Bewerbern am besten die Qualifikationen erfüllt", so Rottmeyer.

Rottmeyer will dem Machtkampf des derzeit amtierenden ÖBB-Führungsteams nicht länger zusehen. "Ich werde keine Illoyalität im Vorstand dulden. Wenn es gravierende Differenzen gibt, muss sich der Aufsichtsrat einschalten."

Zu der geplanten Trennung der ÖBB in zwei selbstständige Gesellschaften für Schienennnetz und Fahrbetrieb sagte Rottmeyer, dass dies betriebs- und volkswirtschaftlich sinnvoll sein müsse. Diese Frage sei für ihn zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht eindeutig zu beantworten.

Im "profil"-Interview geht der designierte ÖBB-Aufsichtsratschef auch vorsichtig auf Distanz zum Semmeringtunnel. Man müsse dieses Projekt losgelöst von parteipolitischen Empfindsamkeiten betrachten und ausschließlich nach dem Kosten-Nutzen beurteilen. Rottmeyer:
"Das müssen wir nochmals prüfen."

Zu der umstrittenen Bahnhofsoffensive meinte der designierte ÖBB-Aufsichtratschef, er sähe vorrangig lieber Investitionen in das Schienennetz, Waggons und Lokomotiven als in Bahnhöfe.

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