"Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Unnötige Hürden für den Tourismus

Ausgabe vom 04.03.2001

Nicht nur für die Österreicher ist Kärnten - nur knapp geschlagen von Bella Italia - ein bevorzugtes Urlaubsland. Auch bei den deutschen Gästen erlebt der Urlaub hierzulande eine Renaissance. Freilich spielt dabei auch die immer knapper gefüllte Reisekasse eine Rolle, doch auch Freundlichkeit, schöne Landschaft und Gemütlichkeit, wie die Urlauber in diversen Umfragen loben.

Derlei Trends gilt es zu nützen, denn der Reisemarkt ist umkämpft wie nie. Kärnten steht in Konkurrenz zum Rest der Welt. Ohne Professionalität, langfristige Strategien und dem Ziehen an einem Strang hat man in diesem brutalen Wettkampf aber nicht die geringste Chance. Fehler - wie die derzeitige Verunsicherung rund um die Kärnten Werbung - schlagen sich, wie man sieht, sofort zu Buche bzw. zu Katalog. So wichtig die Fluganbindung Kärntens an den Rest der Welt ist - eine Fluglinie macht noch keine Touristenströme. Und es zeugt auch nicht unbedingt von Kontinuität, eine Fluglinie, kaum hochgejubelt, abstürzen zu lassen, um dann auf den nächsten Flieger aufzuspringen.

Unbegreiflich ist es aber, wenn der Landeshauptmann eines Bundeslandes, das einen großen Teil seines Wohlstandes dem Tourismus verdankt, laufend ausländische Persönlichkeiten auf übelste Weise heruntermacht und die treuesten Kärnten-Gäste beleidigt, indem er deren Bundeskanzler als "Koffer in Berlin" verunglimpft. Die Kärntner Gastgeber werden ihren ganzen Charme aufbieten müssen, damit die deutschen Urlauber ihre Koffer in Zukunft nicht lieber woanders auspacken.

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