Häupl: "Nehme nicht hin, dass Antisemitismus und Rassismus zur Normalität werden"

Bewegende Rede bei Finissage im Wiener Kunstforum

Wien (SPW) "Nehmen wir noch länger hin, dass Reden und Aussagen wie am Ulrichsberg und Aschermittwoch sowie launige Definitionen über Schwarzafrikaner, die ja schon ‚von Natur aus anders seien‘ zum Alltag werden? Nehmen wir noch länger hin, dass Antisemitismus und Rassismus zur Normalität werden", stellte der Landesparteivorsitzende der SPÖ Wien, Bürgermeister Michael Häupl, anlässlich der im Rahmen der Veranstaltungsreihe des "Überparteilichen Personenkomitees für Bürgermeister Dr. Michael Häupl" initiierten Finissage im Wiener Kunstforum Freitag Abend zur Diskussion. "Der Punkt ist erreicht um entschieden und ebenso deutlich zu sagen: Schluss. Es reicht". ****

"Wir nehmen nicht mehr hin, dass die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger für eine Ideologie des Wahnsinns instrumentalisiert werden", so Häupl, denn die Geschichte habe gezeigt, was das für ein Ende nehme. Vor Jahrzehnten wurde bereits mit dem Instrument der Sündenböcke gearbeitet, "nicht die Ökonomie wurde für die Arbeitslosigkeit in der Zwischenkriegszeit verantwortlich gemacht, sondern die Juden", erinnerte Häupl und verwies dabei auf die heute aktueller denn je Strategie, die "Ausländer seien an allem Schuld". Für den Wiener Bürgermeister sei es "ungeheuerlich und skandalös", dass viele aus der Geschichte keine Lehren gezogen hätten und sich ohne Bedenken dieser "wahnsinnigen ideologischen Vorstellung" bedienen.

Scharfe Kritik übte Häupl einmal mehr an der Aschermittwochsrede des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider: "Wissend, was er tat und wartend auf die Reaktionen. Das war blanker und purer Antisemitismus, der schon lange nicht mehr so deutlich ans Tageslicht trat", zeigte sich Häupl erschüttert. "Es ist Zeit dagegen entschieden aufzutreten und zu sagen: Punkt, Schluss! Es reicht!" bekräftigte Häupl.

Erfreut zeigte sich die SPÖ Gemeinderätin Gerda Themel, am Rande der Veranstaltung, darüber, dass bereits über 17.200 Wienerinnen und Wiener, darunter auch zahlreiche Prominente wie Adolf Frohner, Timna Brauer, Stephan Rudas sowie Erika Pluhar, zu den UnterstützerInnen von Bürgermeister Michael Häupl zählen. Für Themel "ein deutliches Signal, für die Politik des Bürgermeisters, der für Menschlichkeit, Toleranz und ein friedliches Miteinander steht und eine ebenso klare Absage für die hetzerische, menschenfeindliche Politik der FPÖ".(Schluss)ng

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