FORMAT: Künstler wollen Kulturinstitut in Paris kaufen.

Peter Turrini: "Würde mich an dem Projekt gerne beteiligen."

Wien (OTS) - Für Peter Turrini ist die Idee die "hübscheste seit langem". IG-Autoren-Chef Gerhard Ruiss will mit Hilfe heimischer Kulturschaffender das Österreichische Kulturinstitut in Paris, das vom österreichischen Staat geschlossen werden soll, "in letzter Minute" retten. Der Plan ist einfach: "Privatisierung statt Schließung". Künstler - und finanzstarke Sponsoren - sollen im Rahmen einer "Bausteinaktion" das rund 30 Millionen Schilling teure Kulturinstitut am Boulevard des Invalides Quadratmeter für Quadratmeter kaufen. Der Schriftsteller Peter Turrini wäre bei der Aktion sofort dabei: "Mir gefällt das sehr", bestätigte er gegenüber FORMAT. "Und ich würde mich an dem Kauf sofort beteiligen. Wenn mehrere Künstler daran mitwirken, könnte dieses Projekt gelingen -wobei wir natürlich keine zu hohen Summen hergeben können, weil uns die österreichischen Steuergesetze das nicht gestatten."

Und Turrini weiter: "Der Gedanke, einen Quadratmeter Kulturinstitut in Paris zu besitzen, ist ein besonders schöner. Sollte uns das glücken, würde ich natürlich sofort die Frau Außenminister Ferrero-Waldner, zu mir" nach Paris auf Besuch einladen."

Einhellige Meinung herrscht unter Österreichs Kulturschaffenden darüber, daß die Schließung des Kulturinstituts in Paris das falsche Signal wäre: "Es ist ganz klar", so Andre Heller, "daß das erste, was diese Regierung zusperrt, die Vertretung der Empfindsamkeit ist. Sie will nichts mit Kultur zu tun haben, weil sie weiß, daß man ihr darin keine große Kompetenz zutraut."

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