Povysil: Gefährdete Kulturgüter in Afghanistan müssen gerettet werden

Mitglieder des Kulturausschusses bringen entsprechende Entschließung ein

Wien, 2001-03-02 (fpd) - "Es ist mir eine Ehre, trotz des kulturell wirklich traurigen Anlasses, die Bestürzung und die Betroffenheit eines Großteiles der Mitglieder des Kulturausschusses über die Zerstörung von unwiederbringlichen Kulturgütern in Afghanistan zum Ausdruck zu bringen. Wir haben uns spontan entschlossen, mittels eines Entschließungsantrages im Nationalrat eine mögliche Hilfe zur Rettung dieser Kulturgüter zu beantragen", erklärte die Vorsitzende des parlamentarischen Kulturausschusses und Kultursprecherin der Freiheitlichen Dr. Brigitte Povysil. ****

"Ein Großteil der Mitglieder des Kulturausschusses sowie des Außenpolitischen Ausschusses im Nationalrat haben mit Entsetzen auf die Zerstörung der Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan durch die radikal-islamischen Taliban reagiert", so Povysil. "Sie rufen die Anführer der Taliban-Miliz auf, sich nicht weiter an den Zerstörungen zu beteiligen." Die Buddhas in Afghanistan aus vorislamischer Zeit seien nicht nur für Afghanistan von unschätzbarem historischen Wert, sondern für die gesamte Menschheit.

Durch einen in Einbringung befindlichen Entschließungsantrag von Dr. Povysil wird die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft und der UNESCO ermöglicht, um so schnell wie möglich das zerstörerische Vorhaben der Taliban zu stoppen. "Auch Österreich, ein Land, in dem einzigartige Kulturdenkmäler durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurden, sollte alle notwendigen Rettungsmaßnahmen unterstützen", so Povysil.

Es sei "unverständlich und tragisch, daß diese einzigartigen Zeugnisse asiatischer Zivilisationen vor der Zerstörung stehen, obwohl das Jahr 2001 auf Anregung der Organisation der Islamischen Konferenz (ICO) zum Jahr des Dialogs der Kulturen und der Toleranz ausgerufen wurde", fuhr Povysil fort. "Hier muß man, über Religions-, Kultur und Fraktionsgrenzen hinweg, unbedingt rettende Maßnahmen finden." (Schluß)

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