Von Luxusmeldungen kann keine Rede sein! EU stellt in NÖ massiven Nachholbedarf bei Natura 2000 fest: Alpine Region und Kontinentale Region

Wien (OTS) - Der WWF kritisiert die neuerlichen Attacken von Umweltlandesrat Sobotka gegen Natura 2000. Nationale Evaluierungen seien demnach nicht in die Bundesländernominierungen eingeflossen. "Die Aussage, dass Pflanzen und Tiere nicht in mehreren Bundesländern geschützt werden müssen, widerspricht völlig dem Grundgedanken von Naturschutz und dem Netzwerkgedanken von Natura 2000. Das zeigt deutlich, dass LR Sobotka entweder nur ein politisches Machtspiel mit Landesrat Schlögl auf Kosten der Natur austrägt oder schlecht beraten ist" so Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer WWF Österreich.

Seit Wochen tobt in Niederösterreich die Diskussion um eine Reduzierung der bisher nominierten Natura 2000-Gebiete. "Der Naturschutz steht in Niederösterreich vor einer unüberlegten Husch-Pfusch-Aktion", so Lutschinger.

Die Entscheidung für eine Reduzierung der Natura 2000-Gebiete führt in erster Linie zu Rechtsunsicherheit, Verwirrung und dient schlussendlich weder Wirtschaft, Landwirtschaft noch der Bevölkerung. Darüber hinaus ist es auch noch schlecht für den Naturschutz in Niederösterreich. "Naturschutz-Landesrat Schlögl muss sich an die Vorgaben des Europarechtes halten und daher die Forderungen nach dieser massiven Beschneidung ablehnen," betont Lutschinger. Niederösterreich zählte zu Beginn des Natura 2000-Prozesses zu den Vorreitern. Nun wird aber der bisher gewählte Weg verlassen. Trotz mehrmaliger Zusagen durch Landesrat Schlögl den WWF in die Flächenerhebungen einsehen zu lassen, wurde dieser bisher nicht einbezogen. Auch wurde keine Diskussion über eine sinnvolle Zonierung der Natura 2000-Gebiete geführt, diese würde bei Beibehaltung der bisherigen Nominierungen für alle Beteiligten einen gangbaren Weg darstellen und wäre überdies noch konform mit der FFH-Richtlinie. "Die Kräfte sollten lieber in eine sinnvolle Zonierung nach nachvollziehbaren Kriterien sowie in die Erstellung von Managementplänen investiert werden und nicht in einen politischen Schlagabtausch," fordert Lutschinger.

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