NÖ hat europäische Verantwortung! WWF fordert Landesrat Schlögl auf, für den Naturschutz zu entscheiden

Wien (OTS) - Der WWF fordert Naturschutz-Landesrat Mag. Karl Schlögl auf, keine Reduzierung der Natura 2000-Gebiete vorzunehmen. "Wir lehnen alle bisher kolportierten Varianten und Forderungen zur Reduzierung der Natura 2000-Gebiete ab. Sie sind nicht mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) in Einklang zu bringen sind," so Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des WWF Österreich. "Eine Reduktion der Natura 2000-Gebiete führt unweigerlich zu einem Vertragsverletzungsverfahren bei der Europäischen Kommission und mündet sicher in einer Klage beim Europäischen Gerichtshof. Damit ist doch niemanden gedient."

Die Entscheidung für eine Reduzierung der Natura 2000-Gebiete führt in erster Linie zu Rechtsunsicherheit, Verwirrung und dient schlussendlich weder Wirtschaft, Landwirtschaft noch der Bevölkerung. Darüber hinaus ist es auch noch schlecht für den Naturschutz in Niederösterreich. "Naturschutz-Landesrat Schlögl muss sich an die Vorgaben des Europarechtes halten und daher die Forderungen nach dieser massiven Beschneidung ablehnen," betont Lutschinger. Niederösterreich zählte zu Beginn des Natura 2000-Prozesses zu den Vorreitern. Nun wird aber der bisher gewählte Weg verlassen. Trotz mehrmaliger Zusagen durch Landesrat Schlögl den WWF in die Flächenerhebungen einsehen zu lassen, wurde dieser bisher nicht einbezogen. Auch wurde keine Diskussion über eine sinnvolle Zonierung der Natura 2000-Gebiete geführt, diese würde bei Beibehaltung der bisherigen Nominierungen für alle Beteiligten einen gangbaren Weg darstellen und wäre überdies noch konform mit der FFH-Richtlinie. "Die Kräfte sollten lieber in eine sinnvolle Zonierung nach nachvollziehbaren Kriterien sowie in die Erstellung von Managementplänen investiert werden," fordert Lutschinger.

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