AK Tumpel: Rindfleisch im Handel zu teuer

AK Präsident fordert mehr Geld für die Lebensmittelkontrolle

Wien (AK) - Obwohl die Bauern wegen der BSE-Krise um ein Viertel weniger für Rindfleisch bekommen, sind die Preise im Handel nicht gesunken, kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel. "Im Gegenteil", sagt der AK Präsident, "teilweise müssen die Konsumenten sogar mehr zahlen als vor der BSE-Krise im Oktober." Das zeigen Berechnungen der AK. Tumpel fordert, dass der Handel die niedrigeren Fleischpreise umgehend an die Konsumenten weitergibt. "Es kann nicht sein, dass der Handel von der BSE-Krise sogar noch profitiert." Der AK Präsident ist strikt dagegen, dass die Konsumenten für die Lösung des BSE-Problems noch einmal zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Tumpel verlangt darüber hinaus, dass Futtermittel und Lebensmittel noch konsequenter als bisher kontrolliert werden müssen. "Die Regierung muss dafür mehr Geld zur Verfügung stellen", sagt der AK Präsident, "die Lebensmittelkontrolle bloß in eine Agentur auszulagern bringt den Konsumenten nichts." Notwendig, so Tumpel, ist auch eine lückenlose Herkunftskennzeichnung und zwar für alle Fleischprodukte. "Die Konsumenten haben ein Recht darauf, dass Lebensmittel, die sie kaufen, sicher sind", sagt Tumpel. ****

Das zahlen die Verbraucher für Rindfleisch

10/2000 02/2001 Differenz seit Okt. Rindfleisch, vorderes 113 S/kg 108 S/kg -5 S/kg Rindfleisch, hinteres 122 S/kg 123 S7kg +1 S/kg
Beiried 224 S/kg 223 S/kg -1 S/kg Lungenbraten, Filet 399 S/kg 403 S/kg +4 S/kg

Die AK-Konsumentenschützer haben auf der Basis von Daten des Wiener Marktamtes die aktuellen Rindfleischpreise in 13 Geschäften (vier Supermärkte und neun Feischereien) analysiert. Ein Vergleich mit den Preisen vom Oktober 2000, vor der BSE-Krise zeigt, dass die Konsumenten kaum weniger, teilweise sogar mehr für Rindfleisch zahlen müssen, als vor der BSE-Krise. Und das, obwohl die Bauern rund ein Viertel weniger für das Rindfleisch bekommen.

AK Präsident Tumpel fordert, dass der Handel die niedrigeren Preise umgehend an die Konsumenten weitergibt. "Es kann nicht sein, dass der Handel aus der BSE-Krise zusätzlichen Profit schlägt", sagt Tumpel. Durch niedrigere Preise, so Tumpel, könnte der Rindfleischverbrauch wieder angekurbelt werden: "Für Durchschnittsverdiener ist neben der absoluten Lebensmittelsicherheit auch der Preis ausschlaggebend, ob Rindfleisch auf dem Speisezettel steht." Und an einem höheren Rindfleischkonsum müsste auch der Handel ein Interesse haben, sagt Tumpel.

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