Russisches im Felder-Archiv: Ossip Mandelstam

Briefe und Gedichte eines totgeschwiegenen Dichters

Bregenz (VLK) - Freunde russischer Literatur kommen am
Donnerstag, 8. März 2001 im Franz-Michael-Felder-Archiv (Kirchstraße 28) in Bregenz auf ihre Rechnung. Ab 20.00 Uhr
liest der Russist und Romanist Ralph Dutli Gedichte und
Briefe von Ossip Mandelstam. Der Eintritt ist frei. ****

Ossip Mandelstam (1891 - 1938) gilt als "Schrank voller Überraschungen" (Anna Achmatowa) und manchen sogar als
"Russlands größter Dichter des 20. Jahrhunderts" (Joseph
Brodsky). Der in Warschau geborene Dichter verbrachte
unbeschwerte Jugendjahre in St. Petersburg und Paris. Nach
der Revolution geriet er in immer heftigere Querelen mit dem Staatsapparat der Sowjetunion. Stalin, den er als
"Seelenverderber und Bauernschlächter" tituliert hatte,
verbannte ihn nach Sibirien, wo er 1938 in einem Lager
erfror. Mandelstams Werk wurde in der Sowjetunion lange totgeschwiegen, erst 35 Jahre nach seinem Tod erschien ein
Band mit zensurierten Gedichten.

Ralph Dutli (geboren 1954) ist Mitglied der Akademie für
Sprache und Dichtung in Darmstadt. Er wurde unter anderem mit
dem Internationalen Publizistik-Preis Klagenfurt 1988 und dem Hugo-Ball-Förderpreis 1996 ausgezeichnet. Dutli hat das Werk Mandelstams in einer hochgelobten zehnbändigen Ausgabe im Ammann-Verlag Zürich übersetzt, herausgebracht und
kommentiert. Er liest auf deutsch und russisch aus den
Gedichten und Briefen.
(so/gw,nvl)

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