Gewerbeverein: Wovor fürchtet sich die heimische Gasanbieter-Lobby?

Wien (OTS) - Ein ausschließlich österreichisch besetztes Pressegespräch brachte es einmal mehr an den Tag: Kalifornische Zustände werde die heimischen Abnehmer treffen, so die apokalyptische Kernaussage.

Da wurde vom Strommarkt, der außer bei den Leitungen ähnlich ist, direkt auf den Gasmarkt geschlossen. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) fordert, dass endlich der Firewall der in Österreich "einzementierten" Gasanbieter dem freien Wettbewerb weicht, der Grundaussage der EU ist, aber auch Wille des österreichischen Gesetzgebers bei der Gasmarktliberalisierung. Wobei der heimische Gesetzgeber von den gesetzgebenden Körperschaften der Länder danach lange Zeit boykottiert wurde - immerhin stehen die heimischen Gasanbieter zumeist im Dunstkreis der Bundesländer.

Natürlich herrschen in Österreich keine kalifornischen Zustände -so der ÖGV. Über Jahrzehnte haben die Abnehmer - insbesondere die Wirtschaft - über international weit überhöhte Gaspreise die Infrastruktur auf den neuesten Stand gehalten. Nun werden sie via Durchleitungsgebühren ein zweites Mal für etwas, das sie schon einmal bezahlt haben, zur Kasse gebeten.

Das ewige Herunterleiern desselben Arguments - der Gasmarkt sei zu rasch liberalisiert worden - gilt natürlich auch nicht: Seit dem Ansuchen Österreichs zum EG-Beitritt vor einem Jahrzehnt, wusste jeder ordentliche Kaufmann um die Auswirkungen des Binnenmarktes auf sein Unternehmen. Wenn die heimische Gasbranche nun überrascht tut, hätte sie rechtzeitig Vorsorge treffen müssen. Dann stellt sich aber auch die Frage, mit welcher Verantwortung Richtung Zukunft die heimischen Gasanbieter nunmehr ihre Geschäfte tätigen.

Der ÖGV kann sich zum Besten seiner Mitglieder nur wünschen, dass der heimische Gasmarkt bald - leider viel zu spät - vollkommen geöffnet wird. Konkurrenz braucht keiner zu fürchten, der sich darauf eingestellt hat. Von kalifornischen Zuständen sind wir im Gasbereich jedenfalls weit entfernt - seriöse Gasanbieter aus unseren Nachbarländern beweisen dies. Immerhin werden wir ja nicht von kalifornischen Gasanbietern abhängig!

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