Österreichische Ärztekammer zum Krankenkassengipfel

Wien (OTS) - Die Spitzenvertreter der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK) wurden Mittwoch über die geplanten Einsparungen bei den Krankenkassen bei einem im Gesundheitsministerium stattfindenden Gipfelgespräch informiert. Das Gespräch fand laut ÖÄK in einem sachlichen Klima statt. Die Ärztevertreter betonten dabei, dass die von den Sozialpartnern und dem Gesundheitsministerium geplanten Einsparungen bei der wohnortnahen medizinischen Betreuung der Bevölkerung in der Höhe von 1,5 Milliarden Schilling irreal seien und zu Verschlechterungen in der medizinischen Versorgung führen würden. Daraufhin meinten der Gesundheitsminister und auch die Sozialpartner, dass es zu keinerlei Kürzungen bei den medizinischen Leistungen im Bereich der niedergelassenen Ärzte kommen werde. Die ÖÄK unterstrich ihre Bereitschaft, sich um eine Eindämmung der Zuwachsraten bei den Medikamentenkosten in österreichweiten "Arzneidialogen" mit den sozialen Krankenversicherungen zu bemühen. Hingegen deponierten die Ärztevertreter ihren Widerstand gegen jegliche Pläne, die zu einer Aushöhlung von Umfang und Qualität der Patientenversorgung führen könnten.

Sowohl das Ministerium als auch die Vertreter der Sozialpartner bekräftigten den Primat der Vertragspartner im Gesundheitssystem, das sind Krankenkassen und Ärztekammern. Darüber hinaus verlangte die ÖÄK eine grundsätzliche Reform des Gesundheitssystems, die eine sinnvolle und effiziente Verteilung der Betreuungsaufgaben zwischen Spitälern und niedergelassenen Ärzten gewährleisten müsse. (Schluss)

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