NEWS-Gruppe begrüßt Rechtskraft der Kartellgerichts-Entscheidung zur Magazin-Zusammenarbeit

- Österreich erhält erstmals international konkurrenzfähige Magazingruppe. - Bestand und Ausbau aller Magazintitel gesichert. - Profil bleibt eigenständige Redaktionsgesellschaft. - Werbeindustrie erhält bessere Buchungsmöglichkeiten für Magazininserate. - Erstmals eigene Journalisten-Akademie nach internationalem Vorbild in Österreich

Wien (OTS) - Die Entscheidung des Justizministers, auf einen Rekurs gegen das Urteil des Kartellgerichts, das eine künftige Zusammenarbeit zwischen den Magazinen der NEWS-Gruppe und der Kurier-Gruppe unter Auflagen erlaubt, zu verzichten, wird von der Verlagsgruppe NEWS begrüßt.

"Wir werten es als Akt der Fairness des Justizministers und der Bundesregierung, dass man kritischen Nachrichtenmagazinen eine schikanöse Behandlung durch einen rechtlich nicht gedeckten Rekurs erspart", betont NEWS-Herausgeber Wolfgang Fellner in einer ersten Stellungnahme.

Eine Einbringung des Rekurses hätte die Rechtskraft des Urteils zwar verzögert und damit der Verlagsgruppe einen Schaden in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages verursacht, das Urteil selbst nach Meinung aller vorliegenden Gutachten jedoch nicht aufgehoben, da ein Rekurs des Justizministers formalrechtlich nicht zulässig gewesen wäre.

Die nunmehrige Rechtskraft des Urteils stellt sicher, dass Österreich erstmals eine international konkurrenzfähige Magazingruppe erhält. Überall in Europa verlegen die führenden Magazingruppen mittlerweile mehr als 30 Titel und erreichen dadurch erst die für die Medienvielfalt nötigen Synergien.

Gerade in Österreich, wo auf die Magazine in diesem Jahr besondere wirtschaftliche Belastungen zukommen (Erhöhung des Postportos, dramatischer Anstieg der Papierpreise, deutliche Umsatzverluste durch die Erhöhung der Werbezeit des ORF, Wegfall der Presseförderung für Magazine) wird der Bestand der Titelvielfalt auf dem Magazinsektor nur durch die künftige Zusammenarbeit der beiden Magazingruppen und die sinnvolle Beendigung des "Marketing-Krieges" gesichert.

Die nunmehrige Rechtskraft des Kartellgerichts-Urteils mit allen seinen Auflagen garantiert langfristig den Bestand der Titelvielfalt am Magazinsektor.

Das Nachrichtenmagazin "Profil" erhält eine Bestandsgarantie bis zum Jahr 2006 und bekommt eine eigenständige Redaktionsgesellschaft mit voller Unabhängigkeit.

Die nunmehr größere Verlagsgruppe NEWS, die die Titel NEWS, TV-Media, E-Media, Format, Autorevue, Yachtrevue, Golfrevue, Bühne, Rennbahnexpress, Gusto und in wirtschaftlicher Hinsicht das Profil umfasst, wird eigenständig vom Mehrheitsgesellschafter Gruner + Jahr/Fellner-Gruppe geführt und wird - entgegen unwahrer Unterstellungen von Konkurrenzzeitungen - weder direkte noch indirekte Verbindungen zur Mediaprint haben. Sowohl auf dem redaktionellen Sektor als auch im Druck- und Vertriebsbereich bleibt die bisher bestehende Unabhängigkeit erhalten.

Alle bestehenden Titel - insbesondere die Nachrichtenmagazine Profil und Format - werden in ihrer derzeitigen Form weitergeführt. Bei den beiden Nachrichtenmagazinen soll das durch die Synergie-Effekte gesparte Geld in einen offensiven Ausbau der journalistischen Qualität investiert werden.

Aufgrund der mit den Sozialpartnern und der Republik Österreich vereinbarten Auflagen wird unter anderem erstmals in Österreich eine eigene Journalisten-Akademie mit internationalem Niveau nach dem Vorbild der deutschen Henry-Nannen-Schule errichtet werden.

Für die österreichische Werbeindustrie bedeutet die nunmehr rechtskräftige Entscheidung des Kartellgerichts eine deutliche Professionalisierung des Angebots nach dem Vorbild internationaler Verlage.

Den österreichischen Agenturen soll erstmals auch auf dem Magazinsektor eine europäischem Standard entsprechende Medienforschung, ein umfassendes Media-Datenwerk, ein modernes Zählservice und eine deutlich verbesserte Buchungssituation angeboten werden. Entgegen den wissentlich falschen Behauptungen von Konkurrenzzeitungen ist in keinster Weise an eine Anhebung der bestehenden Inseratenpreise gedacht. Es wird im Gegenteil im Sinne der EU-Mitgliedschaft Österreichs und einer zunehmend globalisierten Buchungslage eine Anpassung der 1000-Leser-Preise an das europäische Magazin-Preisniveau erfolgen. Gerade am Sektor der Werbung ist eine der internationalen Konkurrenzsituation entsprechende Größenordnung für eine österreichische Magazingruppe Grundvoraussetzung zur Professionalisierung des Angebots.

Die Verlagsgruppe NEWS wird der heimischen Werbebranche bereits in den kommenden Wochen die neue Verlagsstruktur und ihre Vorzüge in persönlichen Präsentationen vorstellen und in einem großangelegten Gedankenaustausch mit Mediaplanern und Agenturen alle Wünsche und Anregungen zu einer Professionalisierung der Inseraten-Situation am Magazinmarkt einholen.

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