Pharmig zu Pruckner-Aussagen: Mehr Ehrlichkeit, bitte!

(Wien/OTS) Die Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, wendet sich gegen die heute von der APA zitierte Aussage des Bundesobmanns der niedergelassenen Ärze, Dr. Jörg Pruckner, dass er Einsparungen im Gesundheitsbereich "vor allem bei der Medikamentenverschreibung" und in Zusammenhang mit den "bereits in Oberösterreich und Steiermark praktizierten neuen Verschreibemodelle" sehe.

Zwar sei es legitim, so die Pharmig, als Ärztekammer-Vertreter auf die Interessenslage seiner Mitglieder zu achten, doch müsse deutlich hervorgehoben werden, dass gerade die genannten Verordnungsmodelle, die richtigerweise "Anreizmodelle für die Ärzteschaft" genannt werden müssten (Überbegriff: "Oberösterreichisches Modell"), den Kassen selbst keinerlei Einsparungen bescheren, sondern die Börsen der Ärzteschaft und der Ärztekammer füllen.

Durch das "Anreizsystem" des Oberösterreichischen Modells lukrieren nämlich zwei Drittel der "Einsparungen" Ärztekammer und individuelle Ärzte (1999 bis zu ATS 18.000,- pro Arzt), das restliche Drittel bringt der OÖGKK nach Abzug des administrativen Mehraufwandes höchstens Groschen-Beträge, so die Pharmig.

Da die Ärzte durch ihre Kassenverträge ohnedies zu einer ökonomischen Verschreibweise verpflichtet sind, sind Anreizsysteme der geschilderten Art höchst fraglich und daher auch aus rein ökonomischer Sicht für die Kassen Umverteilungen ohne Sparpotenzial.

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