GATTERER: HILFE FÜR SCHWANGERE UND JUNGE MÜTTER IN NOTSITUATIONEN MUSS AN ERSTER STELLE STEHEN

ÖVP-Abgeordnete sieht Gesamtpaket an Maßnahmen als Lösung für Mütter und Kinder =

Wien, 28. Februar 2001 (ÖVP-PK) Die menschliche und möglichst unbürokratische Hilfe für Schwangere und Mütter in Notsituationen muß an erster Stelle stehen." Das betonte ÖVP-Abgeordnete Edeltraud Gatterer heute, Mittwoch, anläßlich der Diskussion um die am Sonntag erfolgte Kindesweglegung in Wien.****

"Kindesweglegungen und der Tod Neugeborener sind Tatsachen, denen unsere Gesellschaft begegnen muß. Schwangere und junge Mütter in Notsituationen befinden sich immer in einer psychischen Ausnahmesituation. Die Kriminalisierung verzweifelter Mütter ist sicherlich der falsche Weg. Diese Frauen brauchen keine bürokratischen Hemmnisse, sondern rasche und effiziente Hilfe", so die Abgeordnete

Edeltraud Gatterer tritt daher für die Einrichtung von Babynestern sowie der Schaffung der Möglichkeit der anonymen Geburt in Kärntens Spitälern ein. Kürzlich haben daher die ÖVP-Abgeordneten im Landtag einen entsprechenden Antrag eingebracht. "Die anonyme Geburt und Babynester können sicherlich nur ein letzter, extremer Ausweg für verzweifelte Mütter sein, aber sie können definitiv Leben retten. Aus der Warte der Frauen ist aber die anonyme Geburt in einem Krankenhaus als bessere Alternative vorzuziehen, da die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind minimiert werden können."

Die gelegentlich geäußerte Befürchtung, dass Frauen durch Einrichtungen wie dem Babynest zur Kindesweglegung ermutigt würden, kann Gatterer entschieden entkräften. Im Rahmen der von ihr im Herbst des Vorjahres im Parlament initiierten Enquete wurden unter anderem auch die Erfahrungen des Hamburger Projekts "Sternipark" eingebracht, ein Projekt, dass bereits seit April des Vorjahres ein Babynest betreut. Ein Anstieg an Kindesweglegungen konnte weder in Hamburg noch in Wien, wo es seit November 2000 ein Babynest gibt, verzeichnet werden. "Aus diesem Argument heraus Müttern und Kindern Hilfe verweigern zu wollen, ist daher sicherlich verfehlt."

Für Gatterer ist die Einrichtung von Babynestern und anonymer Geburt jedoch Teil eines Gesamtpakets an Maßnahmen, das man verzweifelten Frauen und Müttern anbieten müsse: "Ziel der politisch Verantwortlichen muss es sein, schon im Vorfeld Maßnahmen anzubieten, dass Frauen erst gar nicht Babynester oder die anonyme Geburt in Anspruch nehmen müssen. Das muss mittels eines effizienten Angebotes an Schwangerenberatung, Notruftelefonen und psychologischer und sozialer Betreuung für Frauen, die sich aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft in einer Notsituation befinden, geschehen. In Situationen, wo jedoch auch diese Angebote nicht greifen, bedarf es als letztem Ausweg der Babynester und der Möglichkeit zur anonymen Geburt", ist Gatterer überzeugt und hofft auf eine rasche Umsetzung von Hilfseinrichtungen für Frauen auch in Kärnten.
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