WKÖ-Präsident Christoph Leitl: Berufsinformation wird immer wichtiger

"Konzentrierte Anstrengungen notwendig, um Arbeitskräfteangebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen" - Vorschau auf BeST01

Wien (PWK152) - "Die Wirtschaftkammerorganisation ist bereits
seit langem im Bereich Berufsinformation und -orientierung sehr aktiv und hat mit ihren eigenen Berufsinformationszentren Pionierarbeit geleistet. Langfristig muss es in Österreich aber ein flächendeckendes, gut durchkonzipiertes System von Berufsinformationsmaßnahmen, sowohl für Pflichtschulabgänger als auch für Maturanten geben", erklärt Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl anlässlich der Anfang März (1.3.-4.3.) stattfindenden Berufs-und Studieninformationsmesse "BeST01" in Wien fest. "Ich stelle mir vor, dass wir die Erfahrungen der BeST in Wien, der Welser Berufsinformationsmesse oder auch der Salzburger Initiativen bündeln, Synergien schaffen und damit das Beste für unsere Jugend erreichen", unterstreicht Leitl.

Die Wirtschaft sei interessiert, in Zeiten des sich verknappenden Arbeitskräfteangebots auch mit der Ausbildungszeit sparsam umzugehen. Jede, unmittelbar nach Abschluss der Erstausbildung notwendige Umschulung bedeute Zeitverlust, für den Ausgebildeten, für den Ausbildungsbetrieb und für den Arbeitsmarkt und führe zu unnötigen Kosten. Die neue Internetadresse www.berufsinfo.at des ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft ist ein Beweis, wie sich die Wirtschaft dieser Frage annimmt, dabei die neuen Medien nutzt und so Informationen direkt zum Interessenten bringt.

Auf der "BeEST01" wird das neue Wirtschaftskammer-Pilotprojekt "Lehre für Maturanten" vorgestellt. Mehr Maturanten sollen auf diese Alternative zu Universität, Fachhochschule und Kolleg aufmerksam gemacht werden. "Für Maturanten wurden besonders attraktive Berufe, sowohl im Informationstechnologie- und High-Tech-Sektor als auch im Bürobereich zusammengefasst. Bei entsprechend großem Interesse wird versucht, einen speziellen Berufsschulunterricht für Maturanten bei gleichzeitig verkürzter Lehrzeit zu organisieren. Vielfach haben bisher solche Modelle darunter gelitten, dass Maturanten bei einem gemeinsamen Schulunterricht mit wesentlich Jüngeren nichts anfangen konnten", begründet Leitl das neue Pilotprojekt der Wirtschaftskammern.

"Wichtig ist aber gleichzeitig, unsere Betriebe auf diese neue für sie wichtige Klientel hinzuweisen, die eine spezifische Betreuung in den Betrieben verlangt. Maturanten müssen anders als 15-Jährige aufgenommen und informiert werden. Sie lernen schneller, haben Vorbildung und andere Lernerfahrungen. Das sei eine wichtige Herausforderung an die Ausbilder in den Betrieben", argumentiert der Wirtschaftskammerpräsident.

Die Wirtschaftskammerorganisation wird aus diesem Grund Anfang März einen Folder auflegen, der neben Grundinformationen über diesen Modellversuch auch Testimonials von Jugendlichen enthält, die entweder nach ihrer Matura gerade eine Lehre machen oder mit dem Modell "Matura plus Lehre" Karriere gemacht haben. "Eine Lehre nach der Matura hat den Vorteil einer kurzen, zielgerichteten und praxisnahen Ausbildung nach den Bedürfnissen der Wirtschaft, die noch dazu bezahlt wird. Dies ist in Zeiten von Studiengebühren ein nicht zu unterschätzender Vorteil", betont Leitl. (pt)

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