LIF: "Wo sind die Innovationen im Bildungsbereich?"

Stadtregierung gefährdet Zukunft von Hunderten JunglehrerInnen

Wien (OTS) - "Dass Vizebürgermeisterin Grete Laska von
großartigen Innovationen im Bildungsbereich spricht, kann angesichts der bildungspolitischen Versäumnisse der Stadtregierung wohl nur als verspäteter Faschingsscherz verstanden werden", kritisierte heute Christine Hahn, LIF-Bildungssprecherin und Kandidatin für den Wiener Gemeinderat.

Der vom Liberalen Forum im November des Vorjahres eingebrachte Antrag auf Umschichtung des Budgets in Richtung Wiener Pflichtschulen wurde abgelehnt. "Frau Laska begründete dies damit, dass dieses Beispiel ja Schule machen könnte. Anscheinend ist Bildung der SPÖ nur dann was wert, wenn sie nicht aus dem eigenen Budget, sondern aus dem Bundesbudget bezahlt wird", ärgerte sich Hahn.

Von "bildungsfeindlichen Angriffen der Bundesregierung" zu sprechen, selbst aber die Zukunft von Hunderten JunglehrerInnen zu gefährden, sei alles andere als überzeugend. "Wo ist denn Bürgermeister Häupl gewesen, als es in den Finanzausgleichsverhandlungen um die LandeslehrerInnen ging? Wenn es ihm ein Anliegen gewesen wäre, hätte er hier sicherlich zu besseren Verhandlungsergebnissen beitragen können, denn diese waren ja auch in anderen Bereichen - etwa in der Wohnbauförderung - möglich", kritisierte auch die Wiener LIF-Chefin Alexandra Bolena. Nun solle die Stadt Wien einspringen, wenn die Verhandlungen mit dem Bund keine zufriedenstellenden Ergebnisse brächten. Von Seiten der Stadt Wien sei genug Geld da um das drohende Bildungsfiasko auszugleichen.

Bei der Stadtschulratssitzung im Dezember sei bestätigt worden, dass 85 Prozent der vorgesehenen Sparmaßnahmen an den Wiener Pflichtschulen zu Lasten der Kinder gehen würden. "Im Herbst werden voraussichtlich 280 JunglehrerInnen in Wien auf der Straße stehen würden. Außerdem ist die Ganztags- bzw. die Nachmittagsbetreuung massiv gefährdet und die Wiener Schulklassen werden aus allen Nähten platzen. Auch die Erhöhung der KlassenschülerInnenhöchstzahl droht. Gleichzeitig davon zu sprechen, dass die Bildungsqualität nicht beeinträchtigt werde, wie dies Frau Laska heute getan hat, ist ein schlechter Scherz", kritisierte Hahn.

Das Liberale Forum kritisierte auch die Ablehnung der liberalen Forderung nach einem Bildungsbericht durch die Stadtregierung. "Ein Bildungsbericht, wie wir ihn uns wünschen, soll das Bildungsangebot Wiens sowohl im Pflichtschulbereich als auch im Bereich der Höher-und Weiterbildung sowie in der Erwachsenenbildung zusammenfassend darstellen und über die verschiedenen AnbieterInnen und über künftige Strategien informieren. Nur durch umfassende Information kann die richtige Schulwahl gewährleistet werden. Außerdem würde der Bildungsbericht eine langfristige Planung sowie Zielvorgaben ermöglichen, an denen sich die Stadtregierung orientieren könnte, damit nicht weiter die Gefahr der Einsparung im Raum steht", so Bolena abschließend.

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