AK Tumpel fordert Computerführerschein auch für Lehrlinge

Informatikunterricht muss Pflichtfach in den Berufsschulen werden

Wien (AK) - An den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen haben die SchülerInnen bereits die Möglichkeit den Europäischen Computerführerschein (ECDL) zu erwerben. Ziel ist die Erlangung und Verbesserung der Kompetenz im Computerbereich. Und das soll auch den Lehrlingen in den Berufsschulen ermöglicht werden, fordert AK Präsident Herbert Tumpel entsprechende Angebote für die Berufsschulen in Österreich. Umfassende Kenntnisse im Computerbereich werden für die berufliche Zukunft eine Mindestanforderung darstellen, betont Tumpel und verlangt vom Bildungsministerium eine Verankerung dieser Ausbildung im Bereich der Pflichtgegenstände. Die Kosten für diese Ausbildung dürfen aber nicht auf die BerufsschülerInnen abgewälzt werden****

An den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen haben die SchülerInnen bereits jetzt die Möglichkeit den Europäischen Computer-Führerschein zu erwerben. Dabei handelt es sich um ein europaweit anerkanntes Zertifikat, die Prüfungen dürfen nur von autorisierten Schulungsinstituten abgenommen werden. Insgesamt sind 501 Schulen dafür ermächtigt. Österreichweit haben bereits etwa 4000 SchülerInnen den Computerführerschein erworben. Da die Prüfungsgebühren für die vorgeschriebenen sechs Module derzeit gesponsert werden, kostet die Ablegung eines Moduls nur 165,-Schilling. Eine solche Finanzierungs-Lösung und vor allem die Vorbereitung im regulären Unterricht verlangt Tumpel auch für Lehrlinge: "Die Lehrlinge dürfen nicht schlechter gestellt werden als die übrigen Schüler."

Informatik als Pflichtfach

Von den insgesamt 168 Berufsschulen sind bisher schon 25 österreichweit als Testcenter für die Abnahme des Computerführerscheins registriert. Dort kann zwar die Prüfung abgelegt werden, eine Vorbereitung darauf wird aber nicht angeboten. Tumpel fordert daher das Bildungsministerium auf im Zuge einer Lehrplanreform dafür zu sorgen, dass es für Berufsschüler ab dem kommenden Herbst ein genügendes Angebot zur Erlangung des Computerführerscheins gibt. Und: Ausreichende Kompetenz in diesem Bereich ist zu wichtig, um die Ausbildung im Rahmen eines Freigegenstandes anzubieten. AK Präsident Tumpel verlangt daher eine Verankerung im Bereich der Pflichtgegenstände.

Die AK fordert:
+ Möglichkeit für alle BerufsschülerInnen den Computerführerschein an der Schule zu erwerben
+ langfristig Verankerung im Bereich der Pflichtgegenstände
+ Zertifizierung der österr. Berufsschulen, damit an ihnen der ECDL erworben werden kann
+ Ausbau der Lehrerweiterbildung im Bereich der EDV-Kenntnisse
+ gezielte Anreize für Mädchen, damit diese das Angebot auch annehmen

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