Sacher: Einhaltung des öffentlichen Verkehrsvertrages gefordert

VPNÖ soll regionale Interessen wahrnehmen statt parteitaktische Manöver zu inszenieren

St. Pölten (SPI) - "Als Faschingsscherz" bezeichnet heute der Klubchef der NÖ Sozialdemokraten LAbg. Ewald Sacher die Aussagen des ÖBB-Direktors Stindl im Zuge einer Pressekonferenz zum Thema Einstellung von Nebenbahnen. "Die ÖBB hat einen Verkehrsvertrag mit dem Land NÖ einzuhalten und kann deshalb nicht ohne weiters und ohne diesbezüglichen Beschluss von Landesgremien die Einstellung von Nebenbahnen, wie der Ybbstalbahn, der Mariazellerbahn, der Strecke Retz-Drosendorf und anderer ab Ende 2001 bzw. Sommerfahrplan, bekannt geben. Der Landtag hat einen Unterausschuss eingesetzt, dessen Beratungen erst laufen. Beschlüsse vorwegzunehmen stellt eine Desavouierung des Landtages dar. Diese Aussagen sind aber kein Faschingsscherz - passend zum gestrigen Faschingsdienstag - sondern den ÖBB bitterer Ernst", so Sacher.****

"Es ist damit ein trauriger Aschermittwoch für die Nebenbahnen, da sich die Befürchtungen bestätigen, dass die Verkehrsverantwortlichen der VPNÖ wieder einmal hinter den Kulissen Beschlüsse des Landes vorwegnehmen und über die Köpfe aller anderen Gremien hinwegagieren. Ich frage mich: Tritt die VPNÖ für Niederösterreich oder für die schwarz-blaue Bundesregierung ein? Die VPNÖ sollte endlich wieder die regionalen Interessen in den Vordergrund stellen und Niederösterreich als oberste Priorität behandeln", kritisiert der Klubobmann weiters.

"Wir NÖ Sozialdemokraten haben ein gutes Konzept für die Erhaltung der Nebenbahnen fertig erarbeitet. Statt ohne Beschlüsse des Landtages und der Landesregierung deren Einstellung zu fördern, ist es endlich an der Zeit darüber zu verhandeln. Vorauseilender Gehorsam schadet Niederösterreich und seinen Regionen", betont Sacher abschließend.
(Schluss) sk

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