WIR GRATULIEREN Runde Geburtstage im März

Wien (PK) - Im März feiern folgende (ehemalige) Mandatee runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Dr. Volker KIER (Liberales Forum) - 60. Geburtstag am 2. März,

der ehemalige Abgeordnete Georg PRANCKH (V) - 75. Geburtstag am 13. März,

der Landeshauptmann-Stellvertreter a.D. und Abgeordnete Dkfm. Dr. Hannes BAUER (S) - 60. Geburtstag am 18. März,

der Zweite Präsident des Nationalrates und ehemalige Abgeordnete Dr. Heinrich NEISSER (V) - 65. Geburtstag am 19. März,

der ehemalige Bundesrat und Nationalrat Ökonomierat Karl FACHLEUTNER (V) - 80. Geburtstag am 23. März,

der ehemalige Vizekanzler und Abgeordnete Dr. Erhard BUSEK (V) - 60. Geburtstag am 25. März,

der ehemalige Abgeordnete Dipl.-Vw. Dr. Josef STARIBACHER (S) - 80. Geburtstag am 25. März,

der Bundesminister a.D. und ehemalige Abgeordnete Dipl.-Ing. Dr. Helmut KRÜNES (F) - 60. Geburtstag am 30. März.

ERHARD BUSEK 60

Am 25. März feiert der ehemalige Vizekanzler und langjährige Abgeordnete Dr. Erhard Busek seinen 60. Geburtstag. Geboren 1941 in Wien, absolvierte er in Döbling das Gymnasium, um hernach Ius zu studieren. 1963 promovierte er zum Doktor iuris, im Laufe der Jahre kamen Ehrendoktorate aus Krakau, Bratislava und Czernowitz hinzu.

Bereits 1964 wurde das Parlament die Heimstatt des späteren Spitzenpolitikers. Vier Jahre lang wirkte er als ÖVP-Klubsekretär, ehe er in den Wirtschaftsbund wechselte, wo er 1972 bis 1975 Generalsekretär war. 1975 avancierte er zum Generalsekretär der ÖVP und wurde von dieser im November desselben Jahres auch in den Nationalrat entsandt, dem er in der Folge bis zum November 1978 angehörte.

1976 wurde Busek Obmann der Wiener ÖVP, der er ein zeitgemäßes Image verpasste. Seine "Bunte Vögel"-Kampagne sowie das von ihm initiierte "Stadtfest" sorgten dafür, dass sich die ÖVP von ihrer schweren Wahlniederlage 1973 allmählich erholte. Busek wechselte nach den Landtagswahlen 1978 in das Rathaus und war bis 1987 Vizebürgermeister der Bundeshauptstadt. In jenem Jahr allerdings sank die Zustimmung für die ÖVP derart, dass Busek seinen Posten räumen und sich mit der Funktion eines nicht amtsführenden Stadtrates begnügen musste. 1989 sagte er der Kommunalpolitik ade und wechselte als Wissenschaftsminister in die Bundesregierung. Dieses Amt bekleidete er bis 1994, ehe er für ein halbes Jahr Unterrichtsminister wurde.

Bereits im Juli 1991 war er als Nachfolger von Josef Riegler Bundesobmann der ÖVP geworden und übernahm daraufhin auch die Agenden des Vizekanzlers. Als überzeugter Europäer feierte er im Juni 1994 seinen grossen Triumph, als 66 Prozent der Österreicher den EU-Beitritt unseres Landes befürworteten. Die schliesslich doch überraschende Wahlniederlage seiner Partei im November 1994 bedeutete allerdings den Anfang vom Ende der politischen Karriere Buseks. Im Mai 1995 durch Wolfgang Schüssel ersetzt, blieb Busek noch bis Ende Juli Abgeordneter, ehe er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog, um sich verstärkt mit europäischen Problemen zu befassen. Er verfasste zahlreiche Bücher zum Thema und steht auch heute noch der Regierung als Experte beratend zur Seite.

HEINRICH NEISSER 65

Auch der langjährige Zweite Präsident des Nationalrates Dr. Heinrich Neisser feiert im März einen runden Geburtstag. Geboren am 19. März 1936 in Wien, maturierte er 1954 am humanistischen Gymnasium, um sodann Ius zu studieren. 1960 zum Doktor iuris promoviert, arbeitete er ab 1961 als Sekretär im Präsidium des Verfassungsgerichtshofes, ehe er als Beamter ins Bundeskanzleramt wechselte, wo er als Berater von Bundeskanzler Klaus figurierte. Dieser machte ihn im Juni 1969 zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

Nach dem Machtwechsel zu Kreiskys SPÖ im April 1970 war Neisser zunächst wieder Beamter, ehe er 1974 in die Vereinigung Österreichischer Industrieller wechselte. Im November 1975 kehrte Neisser schliesslich als Abgeordneter auf die politische Bühne zurück. Nach 12 Jahren als führender Mandatar der ÖVP wurde er abermals Mitglied der Bundesregierung, saß er doch von Januar 1987 bis April 1989 als Bundesminister für Föderalismus und Verwaltungsreform auf der Ministerbank.

Ab Mai 1989 wieder Abgeordneter, avancierte er im Herbst 1990 zum Klubobmann der ÖVP-Fraktion. Seine politische Karriere gipfelte in der Wahl zum Zweiten Präsidenten des Nationalrates im November 1994, ein Amt, welches er bis Oktober 1999 bekleidete. Darüber hinaus ist Neisser seit 1989 Honorarprofessor für politische Wissenschaften an der Universität Wien.

JOSEF STARIBACHER 80

Ebenfalls am 25. März feiert auch Josef Staribacher Geburtstag. Er wird 80 Jahre alt. Geboren 1921 in Wien, erlernte er das Handwerk des Lithographen, um später die Matura in Abendkursen nachzuholen. Er studierte Ius an der Wiener Universität und promovierte zum Doktor iuris.

Schon in frühester Jugend politisch aktiv, setzte er seine Tätigkeit für die Arbeiterbewegung auch in Zeiten des Faschismus fort, was ihm 1936 eine politische Freiheitsstrafe eintrug. Nach dem Einmarsch der Nazis in Österreich war Staribacher bis 1940 im KZ Buchenwald gefangen.

1945 baute er die volkswirtschaftliche Abteilung der AK Wien mit auf und wurde dort zunächst Kammeramtsdirektorstellvertreter und schliesslich 1968 Kammeramtsdirektor. Bereits 1961 hatte ihn die SPÖ in den Nationalrat entsandt, dem er bis 1983 angehören sollte.

Staribacher etablierte sich schnell als wirtschaftspolitisches Schwergewicht der SPÖ, und so konnte es auch nicht verwundern, dass Bruno Kreisky ihn 1970 als Handelsminister in sein Kabinett berief. Bis zum Ende der SPÖ-Alleinregierung im Mai 1983 gehörte Staribacher der Regierung an und schrieb so die Geschichte dieses wichtigen Jahrzehnts heimischer Innenpolitik maßgeblich mit.

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