ELEMENTE, OBJEKTE - Keramiken von Franz Josef Altenburg

Wien (OTS) - Pressepreview: Dienstag, 13. März 2001, 10.30 Uhr Ausstellungsort: MAK-Studiensammlung Möbel
MAK, Stubenring 5, A-1010 Wien Ausstellungsdauer: 14. März - 10. Juni 2001
Öffnungszeiten: Di (MAK NITE) 10.00 - 24.00 Uhr
Mi - So 10.00 - 18.00 Uhr, Mo geschlossen

Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zählt Franz Josef Altenburg zu den wichtigsten österreichischen Keramikkünstlern. Mit seinen Arbeiten durchbricht Altenburg die Grenzen zwischen traditioneller handwerklicher Ausdrucksform und materieller Vorbestimmung. Die Ausstellung im MAK, die vom 14. März bis 10. Juni 2001 in der MAK-Studiensammlung Möbel zu sehen ist, zeigt keine Gebrauchskeramik, sondern ausschließlich eine Auswahl seiner Objektkeramik. Es sind dies hauptsächlich Arbeiten der letzten vier Jahre sowie eine kleine Anzahl früherer Objekte. Letztere sollen stellvertretend für seine konsequente dreißigjährige Suche nach einer künstlerischen Ausdrucksform stehen.

Franz Josef Altenburg hat es in seiner langjährigen Beschäftigung mit der Keramik verstanden, die Grenzen traditioneller handwerklicher Ausdrucksform und materieller Vorbestimmung zu durchbrechen. Beharrlich löst sich seine künstlerische Energie von den "Qualitäten" seines erlernten Handwerks. Die diesem innewohnenden Kriterien beginnen zu versagen und treten somit immer mehr in den Hintergrund. Anfänglich dienen sie noch dazu, Materie zu definieren und zu begrenzen. Schlussendlich sind sie nur mehr Hilfsmittel, um Raum zu definieren. Glasurrezepte, Tonmischungen oder Brenntemperaturen, die traditionellen Signaturen jedes Keramikers sind für ihn nur zweitrangige Ausdrucksmittel. Eine Unterhaltung über diese Details findet in ihm keinen Partner und erschöpft sich sehr schnell.

Die Beherrschung der handwerklichen Technik ist für Altenberg kein Thema. Sie wird als selbstverständliche Ausgangsposition vorausgesetzt. Eine durch den Brennprozess verursachte Krümmung, ein Brandriss oder eine grobe Klebestelle werden nicht nur in Kauf genommen, sondern helfen über den Start zum Ziel zu kommen. Der Betrachter muss sich notgedrungen einen anderen Zugang als den über die traditionelle handwerkliche Perfektion zu den Objekten suchen. Diese Art der Sicherheit bleibt ihm verwehrt. Aus seinem erworbenen technischen Können macht Altenburg einen neutralen Arbeitsprozess mit dessen Hilfe er aus seinem Baustoff Ton eine eigenständige keramische Objektkultur entwickelt. Die Sprache, der er sich dabei bedient, besteht aus einfachsten Konstruktionselementen. Sie setzt er zu immer wieder neuen disziplinierten Gedichten zusammen.

Franz Josef Altenburg Sprache ist die des Töpfers. In ihr hat er gelernt sich auszudrücken. Die Art und Weise wie er diese weiterentwickelt und dadurch zu neuen Kommunikationsmöglichkeiten gelangt, vermag uns die Selbstverständlichkeit einer uralten materiellen Ausdrucksform wiederzugeben.

Pressedaten

ELEMENTE, OBJEKTE Keramiken von Franz Josef Altenburg

Pressepreview: Dienstag, 13. März 2001, 10.30 Uhr
Eröffnung: Dienstag, 13. März 2001, 20.00 Uhr
MAK NITE: Dienstag, 10. April 2001, 20.00 Uhr
Künstlergespräch mit Franz Josef Altenburg Ausstellungsort: MAK-Studiensammlung Möbel
MAK, Stubenring 5, A-1010 Wien Ausstellungsdauer: 14. März - 10. Juni 2001
Öffnungszeiten: Di (MAK NITE) 10.00 - 24.00 Uhr,
Mi - So 10.00 - 18.00 Uhr, Mo geschlossen

MAK-Kurator: Christian Witt-Dörring
Techn. Koordination: Michael Embacher
Katalogredaktion: Anne-Katrin Rossberg, Evelyn Fertl

Publikation: "Elemente, Objekte - Keramiken von Franz Josef Altenburg, Hrsg. von Peter Noever. Mit Beiträgen von Franz Josef Czernin, Bodo Hell und Christian Witt-Dörring. 72 Seiten, ATS 366.-

Ausstellungsstation: Neue Galerie der Stadt Linz
28. Juni - 23. September 2001
Führungen: Schulklassen, Gruppen und Sondertermine gegen Anmeldung: Gabriele Fabiankowitsch, Tel. (+43-1) 711 36-298

MAK-Eintritt: ATS 30,-/ Freier Eintritt für Kinder bis Schulpflicht, Mitglieder der MAK ART SOCIETY, der Gesellschaft der Freunde der Secession, Studenten der Universität für angewandte Kunst, Arbeitslose, Schulklassen.

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