FWV zur Lebensmittelproblematik: gemeinsames Handeln ist gefragt

Einheitliches Gütesiegel gefordert

Wien (OTS) - Der Bundesgeschäftsführer des Freien Wirtschaftsverbandes Österreich, Rudolf Schüle, nahm gegenüber Pressevertretern zur Lebensmittelkrise in Österreich Stellung. Die gegenwärtige Situation erfordere koordiniertes Vorgehen zum Schutze aller. Im gemeinsamen Interesse aller Betroffenen, der KonsumentInnen, der Bauern und der Wirtschaft wurden folgende Forderungen definiert:

- Zur Orientierung der KonsumentInnen und zur Absicherung der Qualitätsbetriebe ist eine Vereinheitlichung von unabhängigen und verläßlichen Kontrollmechanismen von Fleischprodukten unabdingbar. Von der Aufzucht bis zum Produkt sind die Stationen nachvollziehbar und transparent zu halten.

- Ebenso als Schutzmaßnahme der Konsumenten und der Qualitätsbetriebe, aber auch um den Missbrauch irreführender und irrelevanter Qualitätssiegel hintanzuhalten, sollte eine Vereinheitlichung der bestehenden Gütesiegel mit Vorrang erreicht werden. Gedacht wird an die ausdrückliche Kennzeichnung eines Mindeststandards, der ausweist, daß alle geltenden Regelungen eingehalten wurden und jede gesundheitliche Gefährdung ausschließt, sowie an ergänzende Kriterien, die Herkunft, Aufzucht nach artgerechter Haltung und die Einhaltung biologischer Standards einwandfrei dokumentiert.

Der FWV betont, dass hier kein politisches Kleingeld aus einer dramatischen Situation gemünzt werden soll. Letztlich böte die derzeitige Lage wie jede Krise aber auch eine Chance: nachdem die Überproduktion und der Preiswettbewerb zu Massenhaltungs-Auswüchsen insbesondere bei Fütterungs- und Zuchtmethoden geführt haben, könne nun ein verbindlicher, allen Interessen dienender Standard angestrebt und erreicht werden, der verantwortungsbewussten Produzenten, Händlern und Konsumenten Gelegenheit gäbe, unter Voraussetzung der geforderten Rahmenbedingungen für Qualität in allen Bereichen der Nahrung zu sorgen.

Kontrollmechanismen zur Überwachung der Standards müssten durch die Verwaltungsbehörden geschaffen werden. Weder dem Händler, noch dem Tourismusbetrieb könne zugemutet werden, daß er für bestimmte Qualitätskriterien verantwortlich gemacht werde, so Schüle.

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