Caritas Wien begrüßt Meldezettel für Obdachlose, warnt jedoch vor unerwünschten Nebenwirkungen

Wien (OTS) - "Wenn Abgeordnete heute im Innenausschuss über die Einführung der "Hauptwohnsitzbestätigung" für Obdachlose beraten, so ist das eine wichtige sozialpolitische Weichenstellung," begrüßt der Wiener Caritasdirektor Michael Landau diese wichtige Entscheidung für wohnungslose Menschen in Österreich. Landau unterstützt jedoch auch die Warnung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO), die durch ein Detail in der Neuregelung "unerwünschte Nebenwirkungen" befürchtet.

"Angeblich auf politischen Wunsch der Länder müssen Obdachlose" glaubhaft machen (...) seit mindestens einem Monat" ihren Lebensmittelpunkt im Gebiet der betreffenden Gemeinde zu haben," so die BAWO in einer Presseaussendung gestern 26.2.2001. Auch die Caritas Sozialarbeiter fürchten, daß es in der Vollzugspraxis vor Ort nun vorkommen kann, dass zB. der Bezug der Sozialhilfe de facto an die Bedingung dieser "Wartefrist" von einem Monat geknüpft werden wird. "Die Caritas der Erzdiözese Wien schließt sich der Position der BAWO an, diese Wartefrist ganz fallen zu lassen," so Landau.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Wien, Pressesprecher
01/87812/221, 0664/1838140

Peter Wesely

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR/OTS