Blimlinger: Volksschule Stiftgasse - Evakuierung wegen giftiger Dämpfe

Neubauer Grüne fordern restlose Aufklärung

Wien (Grüne) - Die Volksschule Stiftgasse, Wien 7 wird derzeit generalsaniert. Die notwendigen Arbeiten wurden jedoch während des laufenden Schulbetriebe durchgeführt. LehrerInnen und SchülerInnen klagten über Gestank im Schulgebäude. Erst auf Initiative von Eltern wurde gehandelt. Aufgrund von starker Geruchsbelästigung holten die ElternvertreterInnen ein Gutachten ein. Nach Vorliegen des Ergebnisses am vergangenen Mittwoch handelt es sich um ein Parkettversiegelungsmittel, das hochgiftige aromatische Kohlenwasserstoffe enthält. Am Donnerstag musste die Schule kurzerhand evakuiert werden. Die Kinder sind seitdem auf andere Schulen des Bezirks verteilt.

"Es ist schon ein starkes Stück, dass von Seiten der Schule trotz Warnungen von Eltern nicht daran gedacht wurde, die Gesundheit der Kinder zu schützen. Erst auf Initiative von Eltern wurde gehandelt," erklärt Thomas Blimlinger, Spitzenkandidat der Neubauer Grünen. "Natürlich kann es bei Umbauarbeiten zu Beeinträchtigungen kommen, dabei stellen sich jedoch die Fragen, warum zum einen gerade in öffentlichen Schulen Materialien verwendet werden, die die Gesundheit der Kinder gefährden und zum anderen gerade diese Arbeiten mit scheinbar hochgiftigen Chemikalien nicht auch in Schulferien erledigt werden können."

Die Grünen fordern eine sofortige und bestmögliche Information der Eltern, inwieweit gesundheitsschädliche Stoffe jetzt aber auch nach Fertigstellung der Bauarbeiten die Kinder beeinträchtigen. Auch alle anderen Schulen und Kindertagesheime müssen nun dringend auf derartige Stoffe untersucht werden. Darüber hinaus fordert der grüne Bezirksrat die verantwortliche Magistratsabteilung 56 auf zu überprüfen, inwieweit die ausführenden Firmen nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

"Schließlich trägt auch die Bezirksvorsteherin in Neubau die Verantwortung. Der Umbau bzw. Ausbau der Volksschule Stiftgasse liegt in der Zuständigkeit des Bezirks. Hier besteht dringender Handlungsbedarf." Blimlinger fordert daher, eine lückenlose Aufklärung. "Auch die Verantwortung und Untätigkeit der Bezirksvorsteherin muss hier hinterfragt werden", schließt Blimlinger.

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