Außenhandel mit Mittel- und Osteuropa im Jahr 2000 weiter intensiviert

Winkler: Österreichs Exporte in die MOEL und GUS-Staaten wuchsen um 20 Prozent, Importe um 30 Prozent

Wien (PWK147) - Österreichs Exporte nach Mittel- und Osteuropa (MOEL) inklusive GUS-Staaten erreichten im Jahr 2000 erstmals einen Anteil von fast 17 Prozent an den österreichischen Gesamtexporten. Damit ist diese Region nach der EU (66 Prozent) der wichtigste Markt für österreichische Produkte, deutlich vor Asien und Nordamerika mit einem Anteil von jeweils 6 Prozent. "Die Ausfuhren in die MOEL stiegen im Vorjahr um 18 Prozent auf 145,4 Mrd Schilling, in die europäischen GUS-Staaten sogar um 44 Prozent auf 12,6 Mrd Schilling", berichtete WKÖ-Generalsekretär Stv. Egon Winkler, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO), gemeinsam mit den österreichischen Handelsdelegierten für diese Länder, vor Journalisten im Haus der Wirtschaft.

Noch stärker entwickelten sich die Importe. Aus den MOEL nahmen diese um 23 Prozent zu und durchbrachen erstmals die 100 Mrd Schilling-Marke. Aus den europäischen GUS-Staaten (Russland, Ukraine, Moldawien und Belarus) wurden vor allem Energie- und Rohstoffe - mit steigender Tendenz allerdings auch Maschinen, Konsumgüter, Fertigwaren und Chemikalien - im Gesamtwert von 20,4 Mrd Schilling importiert, was einem Anstieg von über 60 Prozent entspricht. "Diese außergewöhnlich hohen Steigerungsraten wurden natürlich zu einem nicht unwesentlichen Teil vom hohen Öl- und Gaspreis mitbestimmt", erklärt Winkler . "Positive Signale sind aber auch aus den acht asiatischen GUS-Staaten (Usbekistan, Kasachstan, Turkmenien, etc.) zu bemerken", betonte Winkler. "Wenngleich noch ein relativ geringes Volumen im Außenhandel mit Österreich umgesetzt werde, so stiegen die österreichischen Exporte 2000 dennoch um 90 Prozent auf 1,3 Mrd Schilling, die Importe um 120 Prozent auf 6,3 Mrd Schilling."

Unter den Hauptabnehmern österreichischer Waren in Mittel- und Osteuropa liegt weiterhin Ungarn mit 48,6 Mrd Schilling an der Spitze (+19,2 %), gefolgt von der Tschechischen Republik mit 27,8 Mrd Schilling (+19 %), Slowenien (+17,2 %), Polen (+16 %), der Slowakei und Kroatien (jeweils rund +14 %). Zu den Aufsteigern zählt auch Rumänien (+37,4 % auf 6,8 Mrd Schilling) mit einer Verdreifachung der österreichischen Exporte in den letzten fünf Jahren. Österreich lieferte im Vorjahr vor allem Maschinen und Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse, Papier und Pappe sowie Metallwaren in die MOEL. Auch importseitig dominierten Maschinenlieferungen das Geschäft, Brennstoffe und Energie - speziell Erdöl und Erdölerzeugnisse - lagen an zweiter Stelle.

"Die Vorbereitung von zehn Staaten in Mittel- und Osteuropa auf einen Beitritt zur Europäischen Union ist sicherlich als einer der Hauptgründe für die Intensivierung des Außenhandels Österreichs mit dieser Region anzuführen", zeigte sich Winkler überzeugt. Die Wirtschaften entwickeln sich durchaus kräftig und die Möglichkeiten für österreichische Unternehmen Aufträge zu erhalten, werden durch die regen Bemühungen in den verschiedensten Bereichen EU-Niveau zu erreichen, begünstigt.

Konkrete Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Firmen ergeben sich daraus in erster Linie in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Infrastruktur- und Umweltbereich, in der Modernisierung bestehender Industriebetriebe und für Zulieferfirmen der Produktionsniederlassungen multinationaler Unternehmen, die ihre Ostaktivitäten verstärken. (Ne)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Referat Mittel- und Osteuropa 1
Tel.: (01) 50105-4322
e-mail: aw.osteuropa1@wko.at

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK