"Die Rheuma-Wochen" - die neue Initiative setzt sich für ein besseres Leben mit Rheuma ein

Die Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie, die Patientenorganisation Österreichische Rheumaliga und die Pharmaunternehmen Pfizer und Pharmacia starten mit "den Rheuma-Wochen" eine Informationskampagne für Rheumakranke und Angehörige. Zwei Millionen Betroffene werden aufgerufen, bei Beschwerden frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und sich nach Diagnose aktiv mit ihrer chronischen Erkrankung und modernen Behandlungsmethoden auseinander zu setzen. Mit der Hotline (01) 212 70 70, dem Ratgeber "Mit Rheuma besser leben" und Patientenveranstaltungen bieten "die Rheuma-Wochen" aktive Dialog-und Informationsmöglichkeiten mit Experten.

Rheumapatienten beeinflussen ihren Krankheitsverlauf
"Das zentrale Anliegen der Rheuma-Wochen ist Rheumakranken die Wichtigkeit zu vermitteln, ihre chronische Erkrankung akzeptieren zu lernen", betont Mag. Hanni Grassauer, Sprecherin der Initiative. Regelmäßige Information über die eigene Krankheit führt zu einem besseren Verständnis für die veränderte Lebenssituation und einer intensiveren Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Gerade bei Rheuma verbessert der Betroffene durch sein Engagement wesentlich den Verlauf seiner Krankheit und damit verbunden seine Lebensqualität.

Betroffene müssen lernen, sich zu organisieren
Mehr Hilfe zur Selbsthilfe ist auch die logische Antwort auf die Tatsache, dass es österreichweit im Vergleich zu der hohen Anzahl an Erkrankten nur sehr wenige Spezialisten gibt. Die Komplexität der rund 300 verschiedenen Rheumaformen erfordert maßgeschneiderte Therapien. "Betroffene müssen lernen, Verantwortung für sich und ihre Krankheit zu übernehmen. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören, Medikamente richtig und nach Bedarf einzusetzen und im Team mit Ärzten und anderen Betroffenen für ein besseres Leben mit Rheuma zu arbeiten", hebt Daniela Loisl, Österreichische Rheumaliga, hervor. Sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren, Erfahrungen auszutauschen, erhöht die Lebensqualität der Rheumapatienten und ihrer Angehörigen wesentlich. Die Interessengemeinschaft Österreichische Rheumaliga hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Netzwerk von Selbsthilfegruppen und ihre Services zu erweitern.

Paradigmenwechsel in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen
"Neue medizinische Erkenntnisse zeigen deutlich, dass ein frühzeitiger Therapiebeginn entscheidend ist, um spätere Folgeschäden zu vermeiden", betont Prim. Dr. Franz Mayrhofer, Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie (ÖGR). "Wir wissen heute, dass rheumatische Erkrankungen ein stärkeres Zusammenspiel von medikamentösen, physikalischen und ergotherapeutischen Maßnahmen und eine aktive Mitarbeit der Patienten erfordern", führt Univ.-Doz. Dr. Franz Singer, ÖGR, weiter aus.

Die Aktivitäten der Rheuma-Wochen - Angebote für Betroffene und Angehörige

· Informationsabende in Oberösterreich
Montag, 26.03.2001, Linz, 17:00 - 20:00 Uhr,
Gästehaus am Bauernberg im Haus der Landwirtschaftskammer, Auf der Gugl 3, 4021 Linz

Dienstag, 27.03.2001, Steyr, 17:00 - 20:00 Uhr
Museum Arbeitswelt ,Wehrgrabengasse 7, 4400 Steyr
Mittwoch, 28.03.2001, Wels, 17:00 - 20:00 Uhr
Hotel Greif, Kaiser-Franz-Josef Platz 50/51, 4600 Wels
Donnerstag, 29.03.2001, Vöcklabruck, 17:00 - 20:00 Uhr Wirtschaftskammer, Robert-Kunz-Strasse 9, 4840 Vöcklabruck Freitag, 30.03.2001, Bad Schallerbach, 18:30 - 21:30 Uhr Gästezentrum, Kurpromenade 1, 4701 Bad Schallerbach

Bei diesen Rheuma-Abenden informieren Experten (Ärzte, Therapeuten, Vertreter von Selbsthilfegruppen und Rheumakranke) über neue Therapieformen und Selbsthilfemöglichkeiten. Am Programm stehen Diskussionsrunden, Beratungsgespräche, ein Diavortrag und eine Posterausstellung. Informationsveranstaltungen in ganz Österreich sind in Planung.

· Mit Rheuma besser leben - Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige Der Informationsfolder enthält Details über rheumatische Erkrankungen, Behandlungsmöglichkeiten sowie Informationen über die Patientenorganisation Österreichische Rheumaliga.

· Rheuma-Hotline (01) 212 70 70
Montag - Freitag: 08:00 - 19:00 Uhr, Samstag, 08:00 - 13:00 Uhr Betroffene und Angehörige erhalten unter dieser Telefonnummer weitere Informationen über die Aktivitäten der Rheuma-Wochen, Adressen von Selbsthilfegruppen und können kostenlos Informationsmaterial bestellen.

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