Ausstellung im ORF-Funkhaus von 7. März bis 18. April 2001, Adolf Frohner - Menschenbilder und Landschaften

St. Pölten (OTS) - Es ist unmöglich, alle Facetten im künstlerischen Schaffen Adolf Frohners zu zeigen: Frohner begann ganz konservativ mit dem Aktzeichnen, erregte Aufsehen mit seinen Materialbildern und Aktionen gemeinsam mit Hermann Nitsch und Otto Mühl, und beschäftigte sich seit 1961 ausschließlich mit bildender Kunst in verschiedensten Variationen.

Zehn Jahre später stellte Frohner bereits auf der Biennale von Venedig aus, wo der damals schon weltberühmte Filmregisseur Visconti eines seiner Bilder ankaufte. 1972 wird Adolf Frohner Professor für Aktzeichnen an der heutigen Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, seit 1985 leitet er dort eine Meisterklasse für Malerei.

Inzwischen hat er in unzähligen Ausstellungen in aller Welt seine Objekte, Bilder und Graphiken gezeigt, ganz Wien kennt seine monumentale Wandgestaltung in der U-Bahn-Station, seine "ca. 55 Schritte durch Europa".

Wir beschränken uns darauf, vor allem den Niederösterreicher in Adolf Frohner hervorzuheben: einige Jahre lang beschäftigte sich Frohner sehr intensiv mit der Möglichkeit und der Sinnhaftigkeit, in der heutigen Zeit adäquate Formen der Landschaftsdarstellung zu finden. Das Ergebnis waren einerseits absolut naturalistische Excerpte aus dem Waldboden, Eins- zu- Eins- Zitate, oder Materialcollagen. oder Malereien und Zeichnungen auf natürlichen Untergründen, wie Jute oder grobem Leinen. Aber auch fast klassische Temperamalereien auf Papier.

Der zweite Schwerpunkt ist dem bekannteren Frohner gewidmet, dem Menschendarsteller, als der Frohner ja bekannt, berühmt und berüchtigt ist. Angefangen von seinem Selbstporträt (Adolf Selbdritt) und der satirischen Auseinandersetzung mit seinen Beckmessern (Der Kunstkritiker), bis zu seinen Theaterarbeiten (Ophelia). Dass Frohner kein geschöntes Bild seiner Mitmenschen zeigen will, sondern eher Bestandaufnahmen ihrer Befindlichkeit, daran wird man sich gewöhnen müssen, denn ändern wird er sich nicht mehr, heute weniger als je zuvor.

ORF Landesstudio NÖ, 7. März bis 18. April. 2001.

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