"Rohstoff Abfall" - ein wichtiger Energielieferant der Zukunft

ARGE Thermik und Zementindustrie: Für sichere Entsorgung und optimale Nutzung von energetisch wertvollem Abfall

Wien (OTS) - Mit in Kraft treten der Deponieverordnung ab 1.1.2004 ist das Ablagern thermisch verwertbaren Abfalls in Österreich verboten. Das bedeutet zusätzliche 2,8 Millionen Tonnen Abfall jährlich, der verbrannt werden soll. Die ARGE Thermik (die Arbeitsgemeinschaft der Abfall- Monoverbrenner) und die Vereinigung der österreichischen Zementindustrie (VÖZ), als größter Mitverbrenner, wollen in der Frage der Kapazitätsplanung vermehrt zusammenarbeiten und fordern ein unbedingtes Festhalten an der ökologisch wichtigen Deponieverordnung.

Deponieverordnung 2004: Abfall sicher verbrennen statt gefährlich deponieren

Doch das Verbot wackelt, einige Bundesländer, zuletzt Tirol, wollen aus Kostengründen bis 2009 weiter deponieren. DI Anton Wischinka, Vorsitzender der ARGE Thermik fürchtet einen Rückschritt in dieser wesentlichen Umweltfrage, "die Deponieverordnung darf nicht verschleppt werden, ein Ausstieg aus der umweltbelastenden Deponierung von brennbaren Abfällen sollte möglichst rasch erfolgen, denn nur dann können wesentliche umweltpolitische Ziele - und nicht zuletzt die Vorgaben der Klimakonferenz von Kyoto - erreicht werden". Deponien sind wesentliche Mitverursacher des Treibhauseffekts, in erster Linie durch das beim Verrotten organischer Verbindungen entstehende Umweltgas Methan. Unter dem Aspekt der Ressourcenschonung macht es überdies wenig Sinn energiereiche Abfälle - mit einem durchschnittlichen Brennwert von Braunkohle - zu verscharren, um dann teuer nicht erneuerbare fossile Brennstoffe zu importieren.

Zementindustrie und ARGE Thermik: kompetente Partner in Sachen Abfallverbrennung

Die Mitglieder der ARGE Thermik und die österreichische Zementindustrie besitzen das Know-how und die technischen Vorraussetzungen, um diese Ressourcen optimal zu nutzen. Die beiden Partner ergänzen sich in ihren unterschiedlichen Anforderungen perfekt: So verwendet die Zementindustrie ausschließlich aufbereitete, homogene Abfälle während in den Müllverbrennungsanlagen unaufbereiteten Hausmüll verwertet werden kann. Die Zementindustrie verbrennt rückstandsfrei bei 2000°C, unter diesen Bedingungen ist eine sichere Zerstörung gefährlicher, organisch verunreinigter Stoffe gewährleistet. Derzeit werden in Österreichs Zementwerken bereits 135.000 Tonnen Abfall verbrannt, zusätzliche 250.000 Tonnen Alternativbrennstoffe könnten noch verfeuert werden. Im Hinblick auf das gesteigerte Müllaufkommen ab 2004 bietet sich im Rahmen einer Kapazitätsplanung die Einbindung der Zementindustrie aus volkswirtschaftlichen und ökologischen Gründen an.

ARGE Thermik und Zementindustrie fordern klare gesetzliche Rahmenbedingungen

"Der Ball ist nun bei der Politik hier die entsprechenden Entscheidungen zu treffen und im Sinne der Umwelt zu handeln. Wir sind grundsätzlich bereit uns den Anforderungen zu stellen. Allerdings sollten die nötigen Planungs- und Investitionsmaßnahmen besser gestern als heute umgesetzt werden, um für 2004 gerüstet zu sein" sagt VÖZ-Vorstand MMag.Dr.Martin Kriegner. Konkret fordern beide Partner das ausnahmslose Festhalten am Deponieverbot ab dem Jahr 2004 sowie die rasche Umsetzung der seit heuer gültigen EU-Richtlinien zur thermischen Abfallwertung.. Weiters bedarf es der raschen Fertigstellung der sogenannten Positivlisten. Diese enthalten jene Abfälle, die für den Einsatz in den verschiedenen Industriezweigen geeignet sind. Klare gesetzliche Rahmenbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche und effiziente Kooperation von Monoverbrennern und mitverbrennender Industrie im Sinne eine ökologisch und ökonomisch sinnvollen Abfallwirtschaft.

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