Gewerkschaft Bau-Holz fordert zusätzliche Mittel für Lawinenverbauung und Stopp des Personalabbaues

Sicherheit der Menschen muss oberste Priorität haben

Wien (GBH/ÖGB). "Die aktuelle dramatische Situation in Tirol, Vorarlberg und Teilen der Steiermark und Kärntens durch starke Schneefälle und abgehende Lawinen hat uns erneut vor Augen geführt, dass die Natur niemals 100-prozentig in den Griff zu bekommen ist. Die Sicherheit der Menschen - der Bevölkerung und der Wintersporttouristen - muss hier oberste Priorität haben. Daher ist es unerlässlich, dass Bund und Länder zusätzliche Mittel für die Wildbach- und Lawinenverbauung zur Verfügung stellen", betonte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer.++++

Gerade die Ereignisse der vergangenen Woche zeigen dringende Schwerpunkte in der Lawinenverbauung auf. In Serfaus starb am Sonntag ein Skifahrer in einem Schneebrett, das auf die Piste niederging. Auch im Kaunertal ging eine Lawine auf die Skipiste ab. In Kössen kamen am vergangenen Donnerstag vier Personen ums Leben. Zwei Lawinen bei Obergurgl und Hochgurgl im Ötztal hatten insgesamt drei Fahrzeuge verschüttet.

Ein noch weitreichenderer Schutz von Straßen und Skipisten ist also offensichtlich nötig. Hier müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit ein derartiges Gefährdungspotential entschärft wird.

Weitere Schwerpunkte müssen nach Ansicht der Gewerkschaft Bau-Holz für das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft der Ausbau und die Stärkung der Lawinenwarndienste, Lawinenkommissionen, Alpinen Sicherheitszentren und nicht zuletzt die ArbeitnehmerInnen in der Wildbach- und Lawinenverbauung sein. "Alle diese Menschen leisten hervorragende Arbeit", so Driemer, "ihre Arbeit kann aber durch permanente Forschung und somit Weiterentwicklung des Standes der Technik, einen Ausbau der Informationsnetzwerke u.ä. effizienter gestaltet und erleichtert werden. Es muss auch Schluss damit sein, das höchstspezialisierte Personal der Wildbach- und Lawinenverbauung ständig zu verringern."

Hierzu werden die von Bundesminister Molterer veranschlagten rund 1,6 Milliarden Schilling wahrscheinlich aufgestockt werden müssen. Bund und Länder sind im Interesse der Sicherheit der Menschen gefordert, hier ihren Beitrag zu leisten.

Bundesvorsitzender Driemer betonte abschließend: "Sicherheit ist Aufgabe der öffentlichen Hand und muss dies bleiben. Für den Schutz der Menschen vor Naturgewalten müssen einfach rechtzeitig ausreichende finanzielle Mittel eingesetzt werden. Dabei gilt es, vorsorglich zu handeln und nicht erst Maßnahmen zu setzen, wenn etwas passiert."(ff)

ÖGB, 27. Februar 2001 Nr. 138

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel.: 01/401 47-246 DW
E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.at

Gewerkschaft Bau-Holz

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB