Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Regierung "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Demontage und Widerstand

Ausgabe vom 23. Febr. 2001 Klagenfurt (OTS) - Demontage und Widerstand - Die - nach einem Jahr auch schon wieder altaussehende - neue Regierung hat nie Zweifel aufkommen lassen, die "Firma" Österreich sanieren zu wollen. Von den roten Altlasten zu befreien. Bürokratische Überschüsse zu beseitigen, um sie entschlackt in eine moderne Zukunft zu entsenden. Mit Kurzzeit-Managern aus Stronachs Schmiede und mit Milliarden-Privatiers an der Spitze ist die Regierung angetreten, dem - im Wahlkampf heraufbeschworenen - "Sanierungsfall Österreich" ein Nulldefizit-Profil zu verpassen. Vermeintliche Profis sind ans Werk gegangen, um - nach nunmehr dreizehnmonatigen Tun - nicht mehr zu präsentieren, als banale Schließungskonzepte. Managementstrategien erschöpfen sich in der "Kunst" der Reduktion. Ämter werden weggespart. Die menschliche Arbeitskraft als Einsparungseinheit definiert. Und die ökonomische Sinnfindung der sozialen Idee geopfert. Womit die politisch spannende Frage resultiert: Wie lange können die Koalitionspartner ihre Verschlagungsstrategien unbeschadet überdauern? Tatsache ist nicht zuletzt: In Kärnten haben mittlerweile "die Hiobsbotschaften das Fass zum Überlaufen gebracht" (Zitat ÖVP-Klubobmann Klaus Wutte). Die Demontage des ländlichen Raumes, die Zerstörung von Infrastruktur und der unsensible Umgang mit Menschen fordert zu Widerstand. Widerstand, der - zumindest in Kärnten -nicht länger "nur" von links-liberaler Seite zwingend erfolgt, sondern erstaunlich schnell auch das schwarze Lager überrollt ...

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