Perspektiven für Bauern, Sicherheit für Konsumenten BILD

"Vom Feld bis auf den Tisch" - Lebensmittel-Enquete im Landhaus

Bregenz (VLK) - Die aktuelle Situation rund um die
Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln stand heute,
Donnerstag, im Mittelpunkt einer Enquete unter dem Titel "Vom
Feld bis auf den Tisch" im Landhaus in Bregenz. In
Fachreferaten und Diskussionen der rund 70 Teilnehmer wurde
das Thema aus landwirtschaftlicher, veterinärmedizinischer, Vermarkter- und Konsumentensicht erörtert. ****

Landeshauptmann Herbert Sausgruber hob in seinen Eröffnungsworten zwei Aspekte hervor: die Intensivierung der Kontrollmechanismen sowie die Weiterentwicklung der
ökologischen, flächengebundenen bäuerlichen Landwirtschaft in Vorarlberg. "Hier können wir auf einem sehr guten Fundament aufbauen", sagte Sausgruber.

Agrarlandesrat Erich Schwärzler und Gesundheitsreferent Landesrat Hans-Peter Bischof unterstrichen die besonderen Veterinär- und Lebensmittelkontrollen, die im Ländle
durchgeführt werden. Landesrat Schwärzler: "Die Tierärzte
haben 483 BSE-Schnelltests bei geschlachteten Rindern
durchgeführt, 130 Futtermittelproben zur Überprüfung der Tiermehlfreiheit und rund 150 Proben zur Feststellung von Medikamenten-Rückständen bei Schweinen gezogen. Alle
untersuchten Proben waren sauber."

Die Gastreferenten gingen aus Sicht der Vorarlberger und Schweizer Veterinärbehörde, des Agrarmarketings, der
Konsumenten und Vermarkter hervorragend auf die Thematik ein.
In der anschließenden Diskussion wurden die herrschende
Situation und mögliche Strategien für sichere Lebensmittel in Vorarlberg auf sehr sachlicher Ebene erörtert.

Als Ergebnis stellte Agrarlandesrat Schwärzler fest:
- Vorarlberg kann auf einem guten Niveau weiterarbeiten.
- Eine konsequente Trennung des spezifizierten
Risikomaterials und ein Fütterungsverbot von Tiermehl sind unverzichtbar.
- Eine klare Produktkennzeichnung ist notwendig.
- Ein durchgängiges Kontrollsystem gibt Sicherheit.
- Das Förderungssystems in der EU-Agrarpolitik ist zu ändern
und mehr regionaler Spielraum zu schaffen.
- Klar muss sein, dass die Lebensmittelsicherheit für den Konsumenten ein hohes Gut ist, das es nicht zum Nulltarif
gibt. Qualität und Sicherheit haben ihren Preis.

Daher wurde von allen Teilnehmern Fleisch als Lockartikel
in den Geschäften abgelehnt, weil Lebensmittel einen "Wert"
haben. Nun komme es darauf an, "den Bauern eine Perspektive
und den Konsumenten Sicherheit zu geben", betonte Landesrat Schwärzler abschließend.
(ad/gw/kees/dig,nvl)

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