Premiere für Kinofilm "Gelbe Kirschen" mit ORF-Beteiligung

Josef Hader und Martin Puntigam in Leopold Lummerstorfers Film ab 23. Februar im Kino

Wien (OTS) - Das Wiener Gartenbau-Kino war gestern Abend,
Mittwoch, dem 21. Februar 2001, Schauplatz für die Premiere des österreichischen Spielfilms "Gelbe Kirschen". Die Produktion der Aichholzer Film, die gefördert wurde von ORF, ÖFI, WFF, Land Niederösterreich (Abteilung Kultur und Wissenschaft) und Land Oberösterreich (Institut für Kulturförderung) ist ein Film zum Thema Ausländerfeindlichkeit, den der 1986 geborene Jungregisseur Leopold Lummerstorfer als modernes Märchen, in einer ebenso ungewöhnlichen wie engagierten Weise, inszenierte. Der Film handelt von einem jungen Fremdenpolizisten, der durch seine Liebe zu einer jungen, illegal beschäftigten Ausländerin in einen unabwendbaren Konflikt mit seinem Beruf gerät. In Lummerstorfers bisher insgesamt zweiten Kinolangspielfilm, zu dem er gemeinsam mit Franz F. Altmann das Drehbuch schrieb, spielen Josef Hader, Martin Puntigam und Sandra Bra die Hauptrollen. Die Kinopremiere veranstalteten Aichholzer Film und Filmverleiher filmladen, ganz im Sinn des Films, als Benefizveranstaltung und widmeten den Erlös des Abends an das Wiener Integrationshaus. Der Initiator des Integrationshauses, Willi "Ostbahn Kurti" Resetarits, nahm an der Kinopremiere teil und wurde, gemeinsam mit Hauptdarsteller Josef Hader, für die gute Sache aktiv:
Vor dem Filmstart verkauften sie besonders wertvolle "Tombola-Zuckerln" an das Premierenpublikum. Am Freitag, dem 23. Februar 2001, startet "Gelbe Kirschen" in den heimischen Kinos.
Zum Inhalt des Films:
Rudi (Martin Puntigam), ein junger Gendarm aus der Provinz, geht nach Wien zur Fremdenpolizei. Sein Schwager Otto (Josef Hader) ist nun sein Vorgesetzter.
Durch Zufall lernt Rudi die Tschechin Alena (Sandra Bra) kennen, und sehr schnell sind die beiden ein Paar. Alena ist illegal beschäftigt. Rudi glaubt, Dienst und Privatleben trennen zu können, nicht eine Sekunde lang denkt er daran, sich deswegen von Alena zu trennen. Er versucht, ihr kurzfristig eine Arbeitserlaubnis zu besorgen und träumt bereits von ihrer gemeinsamen Zukunft.
Rudi kann Ottos Drängen, ihm endlich seine neue Freundin vorzustellen, nicht länger standhalten. Er behilft sich mit einer Notlüge und stellt Alena als Studentin vor. Doch Otto lässt sich nur kurzfristig täuschen. Er fürchtet um Rudis Karriere, aber viel mehr noch um seine eigene, und setzt seinen Apparat in Gang.
"Gelbe Kirschen" erzählt die Geschichte einer Liebe, die stärker ist als alle Gesetze, Verordnungen und Landesgrenzen, die ihr entgegenstehen. Zugleich schildert er lakonisch und nicht ohne Ironie die ganz alltägliche Ausländerfeindlichkeit der Behörden und das schier unerschöpfliche Arsenal kleinerer und größerer, bürokratisch genau geregelter Schikanen gegen unsere ausländischen "Mitbürger".

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