"1. Wiener Rheumatag" im Rathaus

Neueste Informationen zum Thema Rheuma

Wien, (OTS) Die "Österreichische Rheumaliga" - eine Interessensgemeinschaft für Betroffene - veranstaltet am Freitag
im Wiener Rathaus den 1. Wiener Rheumatag. Zwischen 10.30 und
18.00 Uhr gibt es Vorträge zu den verschiedenen Rheumaarten sowie neueste Informationen über mögliche Therapieformen und Vorsorgemaßnahmen. Im Rahmen der Veranstaltung werden kostenlose Beratungen zu Themen wie Ernährung und Bewegung in Zusammenhang
mit der Krankheit sowie Biofeedback oder Heilgymnastik angeboten. Auch Knochendichte- Lungenfunktions- und Körperfettmessungen können gratis vorgenommen werden.

Eröffnet wird dieses Symposium von Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker, die Begrüßung nimmt der Präsident der Österreichischen Rheumaliga, Prim. Univ.-Doz. Dr. Attila Dunky, vor. Als Moderatorinnen führen Kris Kren und Elisabeth Vitouch durch das Programm.

Rheuma: Volkskrankheit Nummer 1

Rheumatische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten bei der Bevölkerung. Zum Begriff Rheuma gehören in etwa 50 verschiedene Krankheitsbilder, die sowohl Gelenke,
Muskeln, Knochen und Wirbelsäule, als auch in weiterer Folge Herz, Lunge oder Nieren betreffen können. Die rheumatischen Erkrankungen werden in vier Gruppen unterteilt. Dazu gehören der Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie), Arthrosen, entzündliche rheumatische Erkrankungen und die große Gruppe der Osteoporosen.

Die verschiedenen Rheumaarten

o Der Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie) macht sich in Form von

lokalen Verspannungen in der Muskulatur und im Bindegewebe bemerkbar. Häufig davon betroffen ist die jüngere Bevölkerung, infolge von Fehlbelastungen durch falsche Bewegung.
o Arthrosen sind Gelenkserkrankungen, bei denen der Knorpel im

Gelenk auf Grund falscher Bewegungsabläufe vom Knochen nicht
mehr ausreichend versorgt (ernährt) wird. Der Knorpel reibt sich ab, die Folge sind Abnützungen der Hüft-, Knie- und Fingergelenke sowie der Wirbelsäule.

Im Falle von Arthrosen oder Weichteilrheumatismus können etliche Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Eine gesunde Lebensweise wie z. B. richtige Ernährung, schonende Sportarten, körperliche Fitness und die Vermeidung von Übergewicht sind die beste Prävention.

o Beispiele für entzündliche rheumatische Erkrankungen sind die

chronische Gelenksentzündung (Polyarthritis) oder die chronische entzündliche Wirbelsäulenerkrankung. Diese Form des Rheumas ist auf eine Störung des Immunsystems zurückzuführen. In Österreich sind in etwa 120.000 Menschen in fortgeschrittenem Stadium an entzündlichem Rheuma erkrankt. Vorbeugung ist bei dieser Form nicht möglich, bei frühzeitiger Diagnose der Krankheit kann man jedoch durch Gabe von niedrig dosierten Medikamenten den Krankheitsverlauf deutlich bessern.
o Die Osteoporose ist die vermehrte Entkalkung der Knochen. Oft

zeigt sich diese Erkrankung lange vor ihrem Ausbruch in Form von Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Bei Frauen tritt Osteoporose häufig früher als bei Männern auf, da diese infolge von Schwangerschaften oft einen vermehrten Kalziummangel haben. Gesunde kalziumreiche Ernährung und ausreichende Bewegung schützen vor vermehrtem Knochenabbau und somit vor Ausbruch dieser Erkrankung. Im Krankheitsfall der Osteoporose gibt es
neue schonende Medikamente, die Hormontherapien unterstützen
oder ersetzen können.

Rheumastadien

Unabhängig von der Art des Rheumas werden auf Grund der Schwere der Krankheit vier verschiedene Krankheitsstadien unterschieden.
o Im ersten Stadium handelt es sich meist um Gelenksentzündungen,

die jedoch oft nur eine kurzzeitige Beeinträchtigung der Betroffenen mit sich bringen.
o Vom zweiten Stadium wird gesprochen, wenn bereits mehr als vier

Gelenke des/der PatientIn deutlich beeinträchtigt sind.
o Im dritten Stadium weisen die Gelenke bereits Deformitäten auf.

Für gewisse Tätigkeiten (z. B. Flasche öffnen) benötigen die Betroffenen Hilfe.
o Im vierten Rheumastadium sind die PatientInnen zum Teil auf

fremde Hilfe angewiesen (z. B. beim Stufen steigen).

Informationen einholen und Vorsorge treffen

Heute weiß man sehr viel über Rheuma und die verschiedenen Krankheitsbilder, die darauf hinweisen. Neben den diversen Medikamenten, gibt es auch eine Vielfalt an guten
Naturheilmethoden wie etwa Gymnastik, Akupunktur oder Osteopathie. Im Rahmen des Wiener Rheumatages haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, detaillierte Informationen zum Thema einzuholen. Experten geben Auskunft über notwendige Vorsorgemaßnahmen.

Die Österreichische Rheumaliga

Die Österreichische Rheumaliga ist eine Interessensgemeinschaft Betroffener und Selbsthilfegruppen. Sie sieht ihre Aufgabe in erster Linie darin, die Bevölkerung
umfassend über rheumatischer Erkrankungen zu informieren. Ziel ist es, Betroffenen möglichst frühzeitig entsprechende fachliche Hilfe vermitteln zu können. Schwerpunktthemen sind die Früherkennung rheumatischer Erkrankungen sowie die Aufklärung über neue Therapiemöglichkeiten. In der Steiermark, in Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und Wien gibt es Landesstellen, an die man sich wenden kann. In den übrigen Bundesländern sollen ebenfalls solche Informationsstellen eingerichtet werden. Nähere Informationen können direkt bei der Österreichischen Rheumaliga erfragt werden. o Österreichische Rheumaliga

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