- 22.02.2001, 09:48:02
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Gewerbeverein: Beim Meister zu enge Kundensicht der Beamten=
Wien (OTS) - Dass Beamte, Pragmatisierte und Politiker einen
engeren Kundenbegriff haben, als andere Berufsgruppen, ist
mittlerweile evident.
Seit etwa zwanzig Jahren versteht sich die einschlägige
US-Literatur darauf, als Kunden nicht nur jenen zu sehen, dem man
eine Leistung verrechnet, sondern auch das gesamte Umfeld, dem man
etwa innerhalb eines Betriebes Leistungen liefert. Dazu gehört
selbstverständlich auch, dass Mitarbeiter höherer Hierarchielevels
nach unten liefern und vice versa. Die deutsche Managementliteratur
hat sich dieser Ansicht vor Jahren angeschlossen. Mittlerweile ist
man auch in der Praxis - sogar in Österreichs privater Wirtschaft so
weit - diese Denke anzunehmen.
Customer Satisfaction wird zwischenzeitlich nicht nur auf den
zahlenden Kunden bezogen, sondern auch auf den Leistungsempfänger im
eigenen Haus, den Schüler und sogar den bisherigen Bittsteller am
Passamt - bei 950.- Ausstellgebühr nicht besonders hervorhebenswert.
Die Bürokratie hat nur noch nicht verstanden, den Kundenbegriff im
Umfeld der Meisterdebatte dem zeitgemäßen Denken anzupassen. Kein
Wunder sind doch die betroffenen Administratoren stets Kunden im
Sinne von Leistungsempfängern.
Denen, die den Meister als Befähigungsprüfung in Österreich
ersatzlos abschaffen wollen, sei daher angeraten - etwa bei der
"Leib-und-Leben-Definition" des Kunden den zeitgemäßen Begriff
anzuwenden.
Kunden sind daher auch Menschen, die Werkstücke weiterbearbeiten
oder an einer Baustelle vorbeigehen. Auch deren Leib-und-Leben kann
bei nicht sachgemäßer Anweisung durch den Vorgesetzten Schaden
nehmen. Wer demnach den Leib-und-Leben-Begriff so eng sieht, wie die
heutige Bürokratie, dem sei angeraten im Sinne einer funktionierenden
Gesellschaft, sich der modernen Definition anzuschließen und Meister
auch dort als sinnvoll und notwendig zu erachten, wo nicht nur Käufer
geschädigt werden können, sondern das gesamte Umfeld, meint der
Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Aussendung.
Rückfragehinweis: Österreichischer Gewerbeverein,
Dr.Herwig Kainz,
Tel.:01-587 36 33/30,
Email: oest.gewerbeverein@apanet.at
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