Bösch: "Effiziente Führung für das Heer umgesetzt!"

"Roter Wehrsprecher betreibt Realitätsverweigerung"

Wien, 2001-02 22 (fpd) - Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Dr. Reinhard E. Bösch, Sprecher für die Verwaltungsreform, wies die Kritik des sozialdemokratischen Wehrsprechers Gaal an der Neustrukturierung der Heeresverwaltung als haltlos zurück. Bundesminister Scheibner, der auch heiße Eisen anpacke und für eine Effizienzsteigerung der Armee sorgen werde, sei Garant für eine sozial ausgewogene Redimensionierung der Heeresbürokratie. ****

Beispielgebend sei hiefür die laufende Neustrukturierung der obersten Führungsebene unter den Schlagworten Effizienz, Entbürokratisierung und Straffung:
- Personaleinsparungen in der Höhe von 20% in der Zentralverwaltung sowie die Umkehr des Verhältnisses zwischen militärischer und ziviler Führung von 30:70 auf 60:40 bedeute eine Schwerpunktverlagerung zugunsten der Truppe.
- Ebenso werde es in Zukunft weniger Offiziere im Generalsrang und Sektionschefs geben. Die Etablierung eines Generalstabchefs garantiere eine einheitliche Führung der Truppe. Wichtig sei dabei, daß dem Generalstabchef auch die Fachstäbe Führung, Planung und vor allem Rüstung unterstellt seien.
- Insgesamt bedeute dies eine Verringerung von fünf auf drei Sektionen im Verteidigungsministerium.

Die Verkleinerung der wasserkopfartigen obersten Führungsebene sei vorrangiges Ziel freiheitlicher Wehrpolitik, so Bösch, der selbst Milizoffizier ist. Damit gehe auch eine Effizienzsteigerung der Truppe einher, da ihr einerseits mehr Entscheidungskompetenz übertragen werde, andererseits eine schlanke, einer modernen, schlagkräftigen Armee entsprechende Personalstruktur geschaffen werde. Schließlich sei aber auch auf die soziale Ausgewogenheit Bedacht zu nehmen: Eine Armee, die noch vor zehn Jahren doppelt so groß gewesen sei, könne nicht von heute auf morgen umstrukturiert werden. Auf die sozialen Rahmenbedingungen langgedienter Soldaten habe der sozialistische Wehrsprecher bei seiner Kritik offenbar vergessen, so der freiheitliche Abgeordnete abschließend. (Schluß)

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