Gen-Forscher suchen den Dialog

Wien (OTS) - * gesperrt bis Donnerstag 22.02.01, 12.00 Uhr *

"Gentechnik, verständlich für alle, und
WissenschaftlerInnen, offen für die Anliegen der Bevölkerung." Dies ist das Ziel der Plattform Gentechnik & Wir, die sich am

22. Februar in Wien der Öffentlichkeit vorstellte. Alle Interessierten, ob LehrerInnen, SchülerInnen, JournalistInnen oder KonsumentInnen, können sich an die Informationsstelle wenden. Bei speziellen Fragen stehen ExpertInnen aus ganz Österreich zur Verfügung. Die Plattform Gentechnik & Wir fördert mit einer Reihe von Projekten den offenen Dialog mit der Bevölkerung. Sehr erfolgreich läuft derzeit etwa der Schulwettbewerb zum Thema Humangenetik. In Zukunft soll das "Offene Labor" Ort der Begegnung sein. Dort soll der Laie Gelegenheit haben, gentechnisches Arbeiten selbst auszuprobieren.

Gentechnische Forschung und Anwendungen sind in der Öffentlichkeit äußerst umstritten. Viele Menschen sind verunsichert, zumal Forschung noch häufig im Elfenbeinturm stattfindet. Doch wissenschaftliche Forschungsergebnisse können tiefgreifende Folgen für unsere Gesellschaft haben und müssen daher öffentlich diskutiert werden.

An die Plattform Gentechnik & Wir kann sich jeder wenden - ob er nun Fragen zum soeben veröffentlichten, menschlichen Genomprojekt, oder zu der neuen EU-Richtlinie zur Freisetzung genetisch veränderter Organismen, oder zu anderen Aspekten der Gentechnik hat. Verständlichkeit und Ausgewogenheit sind bei jeder Auskunft oberstes Prinzip. Die Plattform stützt sich auf eine breite wissenschaftliche Kompetenz. Sie vermittelt WissenschaftlerInnen aus ganz Österreich, die bereit sind, Fragen aus ihrem Spezialgebiet zu beantworten.

"Der Bedarf für die Auseinandersetzung mit "heißen" Themen ist vorhanden", stellt Prof. Dr. Andrea Barta, Sprecherin der Plattform Gentechnik & Wir, fest. "Dies zeigt beispielsweise der Schulwettbewerb zum Thema Humangenetik, den wir derzeit zusammen mit der Österr. Gesellschaft für Humangenetik mit großem Erfolg durchführen." Über 60 junge Teams aus ganz Österreich haben sich entschlossen, fächerübergreifend aktuelle, gesellschafts-relevante Projekte zum Thema Humangenetik zu bearbeiten.

"Wir brauchen den offenen Dialog zwischen WissenschaftlerInnen und Bevölkerung", davon ist Prof. Dr. Josef Glössl vom Zentrum für Angewandte Genetik der Universität für Bodenkultur überzeugt. Die Plattform Gentechnik & Wir fördert diesen Dialog. Ihre WissenschaftlerInnen wollen, beispielsweise in Diskussionsrunden, auf die Anliegen der Bevölkerung eingehen. Als Ort der Begegnung will die Plattform langfristig österreichweit "Offene Labors" einrichten. Dort sollen alle Interessierten die Möglichkeit haben, gentechnisches Arbeiten selbst in der Praxis kennenzulernen.

Die Plattform Gentechnik & Wir hat jetzt einen gemeinnützigen Verein gegründet und damit einen rechtlichen Rahmen. Ihre Mitglieder sind wissenschaftliche Gesellschaften. Der offene Dialog zum Thema Gentechnik ist auch der Politik ein Anliegen. Die Aktivitäten der Plattform Gentechnik & Wir wurden schon bisher ausschließlich von der öffentlichen Hand unterstützt. Jetzt werden fünf Ministerien (BMBWK, BMVIT, BMSG, BMLFUW, und BMWA) gemeinsam die Aktivitäten der Koordinationsstelle für Öffentlichkeitsarbeit der Plattform Gentechnik & Wir über mehrere Jahre finanzieren.

Rückfragehiwneis: Tel. 01 4277-61680 (täglich von 9-13 Uhr) und www.gentech.at
Plattform Gentechnik & Wir
Koordinationsstelle für Öffentlichkeitsarbeit Öffnungszeiten: täglich 9-13 Uhr
Tel.: +43 1 4277-61680
Fax: +43 1 4277-9616
e-mail: gentech@bch.univie.ac.at http://www.gentech.at

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