Spediteure in der "Steuerzange"

Kostenbelastungen müssen an den Markt weitergegeben werden

Wien (OTS) - Österreichs Spediteure zahlten bereits bisher die höchsten KFZ-Steuern Europas und fühlen sich durch die per Jahresbeginn wirksam gewordenen zusätzlichen Belastungen kostenmäßig in die Zange genommen. Die knappen Margen der wettbewerbsintensiven Branche machen eine Weitergabe der zusätzlichen Kosten an den Markt notwendig.

"Wir zahlten mit 40.000 Schilling pro LKW-Zug bereits vor dem 1.1. 2001 die höchsten KFZ-Steuern Europas. Die nochmalige Steuererhöhung um 50 Prozent verschlechtert unsere internationale Wettbewerbssituation und verteuert den Wirtschaftsstandort Österreich", zeigt sich die Präsidentin des Zentralverbandes Spedition & Logistik, Heidegunde Senger-Weiss, kämpferisch.

Das Know-how der Spediteure stellt eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Volkswirtschaft dar. Wie der Vorsteher des Fachverbandes Spedition und Logistik, Harald Bollmann, betont, stöhnen seine Mitglieder neben den branchenspezifischen Belastungen durch

- extrem hohe Dieselpreise,

- die bereits Mitte 2000 erhöhte Straßenbenützungsabgabe und

- die höchste KFZ-Steuer Europas jetzt auch unter

- dem Wegfall des Investitionsfreibetrages,

- dem neuen Entgeltfortzahlungsgesetz,

- der deutlichen Verschlechterung der Abschreibungsfristen und der Anrechnung der Verlustvorträge.

"Durch die knappen Margen in unserer wettbewerbsintensiven Branche müssen diese Mehrkosten an den Markt weitergegeben werden."

Zweckbindung für transportbezogene Abgaben

Einig zeigen sich die Interessenvertreter der Spediteure auch in der Kritik an der fehlenden Zweckgebundenheit der branchenspezifischen Steuererhöhungen. "Wenn man schon nicht ohne Erhöhung der transportbezogenen Abgaben auskommt, dann sollten diese Mehreinnahmen nicht zum Stopfen von Budgetlöchern, sondern zweckgebunden für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur verwendet werden. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur stellt die Voraussetzung für die Position Österreichs als attraktiver Wirtschaftsstandort dar."

Umweltaspekte fehlten

Außerdem sei es aus ökologischer Hinsicht unverständlich, dass der neuen KFZ-Steuer jegliche umweltrelevante Steuerungskomponente fehle:
alle LKW zahlen gleich viel, egal, ob sie lärm- und abgasarm sind oder nicht. "Investitionen in umweltfreundliche LKW sollten ähnlich wie in Deutschland steuerlich begünstigt sein", fordern Senger-Weiss und Bollmann.

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