Arzneimittelmonopol der Apotheken ist lebenswichtig

Salzburg (OTS) - Seit Wochen wird in Österreich neben BSE auch der Schweineskandal diskutiert. Allem Anschein nach wurden dabei von verschiedenen Mästern illegal nach Österreich eingeführte Arzneimittel in der Schweinezüchtung verwendet, die zum Teil für den Konsumenten zu Gesundheitsschäden führen können. Dazu stellte heute der Präsident der Apothekerkammer in Salzburg, Mag. pharm. Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann in einer Aussendung fest, daß grundsätzlich jedes illegal importierte Arzneimittel zur Besorgnis Anlaß gebe.

Bachleitner: "Nach dem bekannt gewordenen illegalen Einsatz von Arzneimitteln in der Schweinezucht ist die Politik plötzlich sensibel geworden. Mit gutem Grund. Ich vermisse diese Sensibilität allerdings bei einem anderen, sehr ähnlich gelagerten Fall, nämlich dem Arzneimittelverkauf über Internet. Auch dabei gelangen Arzneimittel an den Letztverbraucher, der nicht überprüfen kann, ob es sich bei dem erhaltenen Produkt tatsächlich um das bestellte handelt. Ganz abgesehen davon, daß jegliche Kontrolle über die Sinnhaftigkeit des Einsatzes des Arzneimittels fehlt."

Zum Schutz der Bevölkerung hat Österreich eine sehr strenge Arzneimittelzulassung. Das ist auch der Grund, weshalb es in unserem Land nur verschwindend wenige Arzneimittelzwischenfälle gibt. Der Apothekerkammerpräsident: "Arzneimittel sind keine Konsumwaren, daher ist eine strenge Gesetzgebung auch zwingend erforderlich. Ein schrankenloser Zugang zu Arzneimitteln aus aller Welt führt zu einer Verwässerung dieses Systems und stellt in der Folge eine Bedrohung der Volksgesundheit dar. Nur die kontrollierte Abgabe der Arzneimittel über die Apotheke gewährleistet das höchste Maß an Arzneimittelsicherheit und damit Therapieerfolg."

Bachleitner abschließend: "Ich fordere daher die verantwortlichen Politiker auf, dem Arzneimittelkauf über Internet den Kampf anzusagen und Wege zu suchen, diesem Unfug ein Ende zu bereiten. Sonst wird man sich vielleicht schon in Kürze darüber Gedanken machen müssen, wie man neue Geldquellen erschließt, um solche Personen wieder gesund zu machen, die sich durch Internet-Arzneimittel Schaden zugefügt haben."

Rückfragenhinweis: Österreichische Apothekerkammer in Salzburg Präsident Mag.pharm. Dr. F. Bachleitner-Hofmann Tel. 0662/64 36 55 oder mobil: 0664/22 37 275

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