Brauner: "Zusammenleben als Chance, nicht nur als Problem"

Friedliches Zusammenleben Aller in gegenseitiger Toleranz

Wien (SPW) Als höchst erfreulich und konstruktiv bezeichnete die Wiener Integrations- und Frauenstadträtin Renate Brauner die von der Aktion "Miteinander" und der überparteilichen Plattform "Land der Menschen" initiierte Diskussionsveranstaltung "Zuwanderung in Wien -reden wir darüber" am Montag Abend in der Volkshochschule Wien -Favoriten. Gerade die Thematik rund um die Zuwanderung sei besonders sensibel und erfordere daher eine besonders seriöse Umgangsform, erklärte Brauner, denn die seitens der FPÖ verfolgte Strategie des "Zwietracht Sähens, Aufhetzens und Abspaltens" nutze niemanden. ****

Wie die Stadträtin erläuterte, habe die Politik der vergangenen Jahre die Lebenssituation aller Menschen in Wien enorm verbessert. Die in den Bereichen der Wohn-, Sozial- sowie Bildungspolitik gesetzten Maßnahmen kamen Allen zu Gute und waren erfolgreich, da sie an konkreten Problemfeldern angesetzt und wichtige Rahmenbedingungen zur Problemlösung geschaffen hätten. Wie Brauner erklärte, dürfe man aber trotz dieser Erfolge nicht die Augen verschließen, denn es gebe "natürlich noch Probleme". "Diese haben aber oftmals nicht im Geringsten mit AusländerInnen zu tun, sondern gründen auf Konflikten zwischen Jung und Alt", erläuterte Brauner.

Angesprochen auf die Forderung des Arbeitsrechtes für alle in Wien lebenden AusländerInnen bekannte sich die Stadträtin nicht zuletzt auch in ihrer Funktion als Frauenstadträtin für dessen Durchsetzung:
"Wer hier lebt, soll auch legal hier arbeiten dürfen." Gerade die ZuwanderInnen seien besonders betroffen von der bestehenden Regelung, denn diese zwinge sie noch mehr in die finanzielle Abhängigkeit.

Deutlich widersprochen hat Brauner den Zahlenbeispielen der freiheitlichen Vertreterin in Bezug auf die Zuwanderungsquote, wonach Wien quasi von AusländerInnen "überschwemmt" wäre. Brauner verwies in diesem Zusammenhang einmal mehr darauf, dass die Hauptverantwortung für diese Regelung beim Bund liegt und kritisierte dabei den von der blau-schwarzen Bundesregierung eingeschlagenen Kurs, der wirtschaftliche Aspekte gegen die Menschlichkeit ausspiele, wie sie anhand des Beispiels der Erhöhung der Quote der Saisoniers untermauerte. Für Brauner sei dies ein "Höhepunkt der Heuchlerei", werden auf der einen Seite hunderte AusländerInnen für einige Monate nach Österreich geholt, um sie wenig später dann wieder getrost loszuwerden, während auf der anderen Seite die menschlich wichtige Familienzusammenführung nach und nach verhindert werde. "Menschen sind Menschen und keine Maschinen zum Herumschubsen", bekräftigte die Integrationsstadträtin.

Zu den Integrationsauffassungen der FPÖ wie der ÖVP bemerkte Brauner, dass Integration für sie "nicht Anpassung, sondern vielmehr das selbstverständliche friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Hautfarbe in gegenseitiger Toleranz, Respekt und in einem Klima des voneinander Lernens auf Basis des demokratischen Grundkonsens ist". Denn nur das gewährleiste den sozialen Frieden und ein tolerantes Miteinander auch in der Zukunft, so Brauner abschließend.(Schluss)ng

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