LHStv. Schlögl: Patientencharta für alle Niederösterreicher beschlossen

Patientenrechte sind wichtiger Bestandteil einer umfassenden und hochqualitativen Gesundheitsversorgung

St. Pölten, (SPI) - In ihrer heutigen Sitzung hat die NÖ Landesregierung einstimmig eine verpflichtende Patientencharta beschlossen. "Die Unterzeichnung der Art. 15a-Vereinbarung betreffend einer einheitlichen Patientencharta in Österreich stellt nicht nur für die Patienten selbst, sondern auch die im Gesundheitssystem Verantwortlichen eine wirkliche Weiterentwicklung hinsichtlich Transparenz und Effizienz dar", begrüßt NÖ Gesundheitsreferent LHStv. Mag. Karl Schlögl den Beschluss. Ein wesentlicher Grund für eine österreichweite Patientencharta - als Vertrag zwischen dem Land und Bund - liegt darin, dass derzeit die Patientenrechte über eine Vielzahl von Gesetzen verstreut sind. Patientenrechte finden sich sowohl in Bundes- als auch in Landesrechtsvorschriften, was für den Patienten nicht durchschaubar ist. In der nun beschlossenen NÖ Patientencharta sind folgende Eckpunkte niedergeschrieben:****

  • Recht auf Verschwiegenheit, Persönlichkeitsrechte und Menschenwürde
  • Recht auf Aufklärung über die Behandlung
  • Recht auf Zustimmung der Behandlung, Selbstbestimmung und Information
  • Recht auf Einsicht in die Krankengeschichte
  • Recht auf Behandlung nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft
  • Recht auf Spitalsbehandlung bei Anstaltsbedürftigkeit

"Die Lösung einer einzigen Patientencharta bietet den großen Vorteil, dass die wesentlichsten Patientenrechte in einem Stück zusammengefasst sind, womit trotz kompetenzrechtlicher Zersplitterung eine übersichtliche und vollständige Information möglich wird. Darin knüpft sich die Hoffnung, dass sowohl bei den betroffenen Patienten als auch den Ärzten und sonstigen Angehörigen von Gesundheitsberufen das Bewusstsein für längst bestehende Patientenrechte gestärkt wird, damit auch die in der Praxis auftretenden Probleme in der Durchsetzung verringert werden. Die Charta wird ab sofort jedem Patienten, der ins Spital kommt, übergeben", so LHStv. Schlögl. (Schluss) fa

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