Prinzhorn: "Abschaffung der Pragmatisierung ist umzusetzen!"

Drohungen der Gewerkschaften sind kontraproduktiv und entbehrlich - Besser konstruktive Vorschläge präsentieren

Wien, 2000-02-20 (fpd) - Der freiheitliche Wirtschaftssprecher DI Thomas Prinzhorn fordert erneut die rasche Umsetzung der Abschaffung der Pragmatisierung. Ausnahmen solle es nur im Bereich der Justiz geben. "Es gilt, endlich die Einteilung der Erwerbstätigen in privilegierte und nicht privilegierte zu beseitigen. Dabei sind ständige Zurufe, wie es nicht gehen kann - so neulich seitens der Finanzgewerkschaft - entbehrlich. Besser wäre es, endlich konstruktive Vorschläge auf den Tisch zu legen." ****

"Der Trend in Europa geht in Richtung Abbau der Pragmatisierung auf wenige, sinnvolle Bereiche. Auch Österreich muß diesen Weg gehen, um die derzeit bestehende Zweiklassengesellschaft zu beseitigen. So drängen die Schweiz, die skandinavischen Länder und Großbritannien die Pragmatisierungen im öffentlichen Dienst massiv zurück. Sogar in Neuseeland ist bereits ein Drittel aller Staatsangestellten auf Basis individuell ausgehandelter Arbeitsverträge beschäftigt", so Prinzhorn.

"In Österreich stellen die Beamten 22,5% der Beschäftigten, der EU-Schnitt liegt hingegen nur bei 17,8%. Laut einer Studie des WIFO ergeben sich in Österreich im EU-Vergleich Mehrkosten von etwa 20 bis 25 Milliarden Schilling", so der freiheitliche Wirtschaftssprecher.

"So wie in der Privatwirtschaft muß auch im öffentlichen Dienst das Leistungsprinzip oberste Priorität haben. Daher sind auch im öffentlichen Dienst zeitlich befristete Dienstverhältnisse mit einer Verlängerung nur bei Erbringen der geforderten Leistung, also unter laufend wiederkehrenden Leistungsüberprüfungen, einzuführen."

"Es geht darum, auch im öffentlichen Dienst mehr Flexibilität und eine Stärkung des Verantwortungsbewußtseins herbeizuführen. Die ständigen Zurufe von Staatssekretär Finz, der sich offensichtlich immer mehr zum Schutzpatron der Beamten entwickelt, zeigen den mangelnden Reformwillen der ÖVP", so Prinzhorn abschließend. (Schluß)

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