Gewerbeverein: Muss der Meister abqualifiziert werden?

Wien (OTS) - Die Meisterprüfung als Qualitätssiegel zu sehen, die zwar jeder machen kann, die aber nicht überall zwingend erforderlich ist, stellt nicht nur eine Verhöhnung all jener dar, die eine derartige Qualifikation in der Vergangenheit erbrachten. Dieser Schritt - den man nur als Rückschritt bezeichnen kann - wäre die Demolierung einer Qualitäts-Eintrittsbarriere, die bisher jedem Konsumenten und Geschäftspartner die Sicherheit gab, es nicht mit einem Dilletanten zu tun zu haben.

Kein Mensch will sich seine Qualifikation, die er sich hart erarbeitet hat durch einen Federstrich oder durch künftige Freiwilligkeit abqualifizieren lassen.

Man stelle sich vor, dass in diesem Land jeder Universitätsprofessor wäre, egal welcher Prüfungen er sich zuvor zu unterziehen hätte.

Genauso krass ist das Beispiel, den Führerschein ersatzlos zu streichen, um den Straßenverkehr zu stimulieren. Wer in diesem Land zu faul, zu dumm oder sich zu gut ist, sich einer Prüfung zu unterziehen, der wird dafür wohlüberlegte Gründe haben. Solchen Leuten sollte man aber die Spitzenpositionen im Handwerk verwehren; der Konsumenten, Konkurrenten und Mitarbeiter wegen - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV).

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