Offener Brief an den Landeshauptmann von Kärnten

Gratulation für die personelle Auswahl am Beispiel von Noch-Verkehrsministerin Forstinger

Wien (SPW) "Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,
Lassen Sie mich Ihnen zuerst zu Ihrer sehr mutigen Aktion gratulieren, ein junges, aber der Öffentlichkeit bis vor kurzem kaum bekanntes freiheitliches Urgestein wie Frau Forstinger mit einem so bedeutenden Ressort wie jenem für Verkehr, Innovation und Technologie zu betrauen. Da die von allen Seiten hochver- und geehrte Frau Ministerin in diesen Tagen ihr 100-Tage-Jubiläum begeht - ein Jubiläum, um das sie einige ihrer VorgängerInnen wohl beneiden werden -, ist es an der Zeit, ihre bisherigen "Leistungen" Revue passieren zu lassen: Dabei möchte ich mich aber nicht auf jene Nebensächlichkeiten stürzen, die heute in der "Presse" zitiert werden, nämlich "fachlich überfordert", "fehlende natürliche Autorität wird durch besondere Schroffheit im Umgang mit den Mitarbeitern ausgeglichen" bzw. "der Führungsstil gilt als katastrophal", sondern mich auf die wesentlichen verkehrspolitischen Projekte und Visionen dieses freiheitlichen Urgesteines konzentrieren.****

Denn gerade was die Projekte und Visionen betrifft, so behielt sie dank Ihrer "einfachen" Hilfe immer den Überblick: Zukunftsweisende, europaweit gedachte Projekte wie der Bau des Koralmbahn-Abschnitts von Klagenfurt nach Althofen um 1, 6 Mrd. beispielsweise - laut der "Presse" ja ein Teilabschnitt, der "für sich verkehrspolitisch absolut keinen Sinn macht" und den "Verkehrsexperten überhaupt für überflüssig" halten. Aber für diesen zukunftsweisenden Bau, der Österreich für die bevorstehende Osterweiterung endlich fit macht, mussten sie ja damals auch ganz schön auf den Tisch hauen. Ich hoffe übrigens, die Hand hat es ohne größere Verletzungen überstanden, vor allem unter dem Aspekt, dass diese (koalitionsbe)schützende Hand in letzter Zeit ja öfters rotieren musste.

Dieser Logik des EU-weiten, vernetzten Denkens entspricht wohl auch Forstingers Weitblick, wenn sie den Landeshauptleuten von Niederösterreich, Burgenland und Wien endlich einmal klar macht, wie ein "echter Verrat an Österreich" eigentlich aussieht: Es ist ja wirklich verdammenswert, großräumige, grenzübergreifende Infrastrukturprojekte zu verwirklichen, die die Ostregion als den Motor der österreichischen Wirtschaft stärken und Österreichs geographische Stellung als zukünftiges Herzstück Europas aktiv nutzen würden.

Da sie ja - sozusagen von Urgestein zu Urgestein - über den besseren Draht zur Ministerin Forstinger verfügen, möchte ich Ihnen abschließend noch einige weitere Vorschläge übermitteln, die sie vielleicht beim nächsten Urgestein-Treffen an die geschätzte Frau Ministerin weiterleiten könnten: Endlich Aufhebung dieser lästigen Kärntner Strassen, die unschuldige BürgerInnen raus ins Ausland bringen, mehr Bahnlinien innerhalb Österreich, aber ohne die unnotwendige Anbindung an Länder wie Tschechien oder die Slowakei und schlussendlich Aufhebung der ewigen Schmach "Kleines deutsches Eck".

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Harry Kopietz
Landesparteisekretär der SPÖ Wien
(Schluss) sl

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