VP-Strobl fordert: Letztes Kindergartenjahr soll als Bildungseinrichtung gratis sein

Wien (ÖVP-Klub) Einen neuerlichen Vorstoß für ein letztes Gratis-Kindergartenjahr als Bildungseinrichtung setzte heute der Wiener VP-Gemeinderat Walter STROBL. "Es zeigt sich immer mehr, nun auch durch eine Studie bewiesen, daß das Erlernen der deutschen Sprache extreme bildungspolitische Relevanz hat”, erklärte STROBL. Seit gestern findet in Wien ein Internationales Symposion zum Thema "Bilingualität und Schule” statt.***

Bei diesem Symposion wurde auch eine Studie vom Ludwig-Boltzmann-Institut (Prof. Olechowski) vorgestellt, die sich mit den Problemen von Bilingualität und Schule befasst. Ergebnis dieser Studie ist unter anderem, daß der Lernerfolg in der Schule ganz erheblich davon abhängt, ob die Kinder die Lehrsprache beherrschen. "Der muttersprachliche Unterricht für ausländische Kinder in der Schule verbessert den Lernerfolg leider meist nicht, besser wäre es, wenn die Kinder schon beim Schuleintritt die deutsche Sprache beherrschen”, weiß STROBL aus dieser Studie. Positiv sei immerhin, daß der Lernerfolg von Kindern mit deutscher Muttersprache im Normalfall nicht darunter leidet, daß in der gleichen Klasse auch Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch sind.

Daher sei vor allem für ausländische Kinder das Erlernen der deutschen Sprache vor dem Eintritt in die Schule von ungeheurer Wichtigkeit. "Wir müssen alles dafür tun, damit die Kinder bei ihrem Eintritt in die Schule möglichst gut Deutsch sprechen und die Sprache kein Hindernis für den Lernerfolg ist”, fordert STROBL. Dies sei am effizientesten durch die Verwendung des letzten Kindergartenjahres als Bildungseinrichtung, mit Schwerpunkt der Spracherlernung, machbar. Daher solle auch das letzte Kindergartenjahr mit diesen Schwerpunkten gratis angeboten werden.

STROBL schätzt, dass aufgrund der aktuell vorliegenden Statistik ca. 12.000 Kinder betroffen wären. Derzeit gibt es in Wien etwa 95.000 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahre, davon besuchen derzeit 38.712 Kinder einen Kindergarten.

Finanziert werden könnte dieses eine Gratisjahr, das rund 500 Mio. Schilling kosten würde, einerseits über Zuschüsse durch den Wiener Integrationsfonds und andererseits über Privatisierungserlöse. Das kurzfristige Potential der Privatisierungsmöglichkeiten, wie z.B. der Verkauf städtischer Unternehmen wie der Wienstrom, Wiengas und der Fernwärme Wien würde ein Volumen von insgesamt 20 Milliarden freisetzen. Das Gesamtvolumen an Privatisierungsmöglichkeiten ist sogar noch weit höher und bewegt sich um die 50 Mrd. Schilling.

"Das sind notwendige Investitionen in die Zukunft unserer Stadt”, erklärte STROBL. "Das Aufbrechen von Sprachenklaven und die Integration von Ausländern bleiben ein aktuelle wichtiges kommunalpolitisches Ziele der Wiener Volkspartei.”
Erste äußerst positive Erfahrungen mit einem derartigen Projekt durch "Vita aktiva” liegen bereits vor. Wichtig ist eine Schwerpunktbetreuung und -information bei ausländischen Familien. "Es muss uns gelingen, vor allem die Mütter zu interessieren und zu gewinnen. Sie sollen in die Integrationsarbeit eingebunden werden”, so STROBL abschließend.

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