"Neues Volksblatt" Kommentar: "Verrat an Österreich" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 20. Februar 2001

Linz (OTS) - Was auch immer passiert, der Wahlkampf in Wien wird
in nächster Zeit öfter irgendwie zu Verurteilung oder Rechtfertigung herhalten müssen. So gesehen sind die gestrigen Aussagen von Verkehrsministerin Monika Forstinger noch nicht wirklich bemerkenswert O wenn auch anzumerken ist, dass ihr Geldbörsel bei Wünschen des Kärntner LH Jörg Haider zuletzt recht leicht zu öffnen war.

Ohne der Kritik oder den Forderungen der Ostregion gleich einen Freibrief auszustellen, müssen aber alle Alarmglocken schrillen, wenn Forstinger Projekte in Zusammenhang mit der EU-Erweiterung als aVerrat an Österreich/ abtut Ü einfach, weil sie untrennbar mit Fdem Auslands verbunden sind. Mit Verlaub: Eine Verkehrspolitik, die sich nur auf Österreich konzentriert und internationale Zusammenhänge ausklammert ist wirtschafts- und umweltpolitisch Humbug. Die gevifte Managerin Forstinger weiß das sicher.

Also bleibt eine zweite Erklärung: Alles, was irgendwie mit der EU- Erweiterung Richtung Osten zu tun hat, wird, einem alten FPÖ-Reflex gemäß, rundweg abgelehnt. 7Verrat an Österreich< reiht sich da nahtlos in eine Reihe ähnlich gearteter Sprüche. Von einer Ministerin erwartet man allerdings ein Mehr an Differenzierung.

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