Gaal: Heeresbürokratie noch immer kopflastig

Scheibner hat offensichtlich keinen Gesprächsbedarf

Wien (SK) "Mehr als enttäuschend" sind für SPÖ-Wehrsprecher Antog Gaal die bisher bekannt gewordenen Pläne des Verteidigungsministers für eine neue Struktur des Bundesheeres. Von einer Anpassung des Führungs- und Verwaltungsapparates an den tatsächlichen Heeresumfang sei nichts zu bemerken und die Heeresbürokratie sei immer noch kopflastig. 70 Prozent des Personals seien noch immer im Ministerium, in der Verwaltung und in der Ämter- und Schulorganisation gebunden, stellte Gaal, am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. ****

Die Umsetzung der Aufgaben des Bundesheeres finde aber in den Einheiten und Verbänden statt. Die Truppe bewältige den Assistenzeinsatz zur Grenzüberwachung, die Truppe betreibe die Katastrophenhilfe und die Truppe stelle die Auslandseinsätze vom Golan bis in den Kosovo sicher. "Und das schafft die Truppe mit 30 Prozent des Gesamtpersonalstandes des Heeres. Die Frage ist, wie lange noch? Das prozentuelle Verhältnis zwischen Heeresbürokratie und Truppe muss endlich umgedreht werden", forderte Gaal.

Ohne den freiwilligen Einsatz der Milizsoldaten würden die neuen Aufgaben des Bundesheeres nicht zu bewältigen sein. Die negative Entwicklung bei den freiwilligen Waffenübungen sei alarmierend. Bis jetzt gebe es keine einzige Maßnahme für ein Anreizsystem zur Gewinn von Freiwilligen für die KIOP-Einheiten.

"Keine Reaktion gibt es auch auf den SPÖ-Vorschlag, die Zeiten des Präsenzdienstes oder als UNO-Soldat für die Pension anzurechnen. Für Scheibner besteht in Sachen Landesverteidigung offensichtlich kein Bedarf an einem konstruktiven Gespräch. Alibihandlungen und organisatorische Kosmetik helfen aber dem Bundesheer nicht weiter", kritisierte der SPÖ-Wehrsprecher abschließend. (Schluss) ml/gg

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