Hartinger: Reform der Kassen bundesweit mehr als notwendig

Auch Steiermark braucht Sonderprüfung der Gebietskrankenkasse - "Es geht letztendlich um das Wohl und die Mündigkeit der Patienten"

Wien, 2001-02-19 (fpd) - Zuversichtlich über bevorstehende Änderungen in den Krankenkassen zeigte sich die freiheitliche Abg. Mag. Beate Hartinger heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesminister Mag. Herbert Haupt. "Um den Reformwillen der Kassen zu erreichen, kann man nur harte Mittel wie z.B. eine Sonderprüfung, auch in der Steiermark, einsetzen", so Hartinger. ****

Wie die freiheitliche Abgeordnete betonte, seien der "eher traurige Anlaß" für das Zustandekommen der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz die Ergebnisse eines Rechnungshofberichtes, der medial bereits vielfach zitiert wurde. Dieser zeige ganz klar, daß "Feuer am Dach" sei und nun gehandelt werden müsse. "Es geht mir nicht darum zu erfahren, wie es nicht geht, sondern letztendlich um eine adäquate klare Lösung im Kassenwesen", argumentierte Hartinger, selbst Krankenanstaltenfinanzierungsexpertin in der Steiermark und Mitglied diverser Arbeitsgruppen in diesem Bereich. "Actio bedingt Reactio: Zahlen aus dem RH-Bericht sprechen Bände. Reaktionen bis hin zu Sonderprüfungen in Wien veranlassen mich, auch eine Sonderprüfung in der Steiermark zu fordern, nachdem der vorläufige Gebarungssaldo 2000 in der Steiermark ein Minus von 565,4 Millionen Schilling aufweist" meinte Hartinger.

"Es kann mit den Diskrepanzen zwischen Beiträgen und Leistungen nicht in dieser Form weitergehen. Auch das Rechnungswesen im Gesundheitsbereich entspricht nicht der Transparenz des Rechnungswesen in der Industrie und hier wären bereits einige Ansätze möglich", so Hartinger weiter. "Die Transparenz muß aber auch in Richtung Patient gehen, der ja bekanntlich der beste Kontrollor ist und sich bewußt werden muß, was Gesundheit wert ist, und auch hier, durch Abrechnungen der jeweiligen Kassen sehen und kontrollieren, was die jeweilige Behandlung gekostet hat und wie diese verrechnet wurde. Der Patient und Bürger ist mündig, daher soll er auch mehr eingebunden werden", so Hartinger abschließend. (Schluß)

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